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Lieberknecht: „Haben Qualität und sind unberechenbar“

Liefert sich heute ein Duell mit dem Torwart des VfB: Eintrachts Rafal Gikiewicz. Foto: Hübner

Eintracht heute im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart – Berggreen und Correia angeschlagen.

Von Elmar von Cramon, 15.12.2015.

Braunschweig. Einen Tag nach dem 120. Geburtstag von Eintracht Braunschweig wollen die Zweitliga-Fußballer sich und die Fans heute Abend beschenken und im DFB-Pokalachtelfinale gegen den VfB Stuttgart (Anstoß 19 Uhr) eine Runde weiterkommen. Trotz der prekären sportlichen Lage gehen die Schwaben als Favorit in das Match, dessen Sieger eine Million Euro Pokalprämie winkt. Vor der Partie fanden sich gestern Nacht rund 300 Fans auf dem Leonhardplatz ein und feierten das Vereinsjubiläum mit Sprechchören und Feuerwerk.

„Nach dem Spiel gegen Sandhausen haben wir uns sofort zusammengetan, um uns auf Stuttgart vorzubereiten“, macht Torsten Lieberknecht klar, dass nach dem 2:0-Auswärtserfolg beim Tabellennachbarn versucht wurde, „Regeneration an erster Stelle stehenzulassen.“
Das Spiel gegen den großen Klub aus Schwaben findet angesichts der Tabellensituation des Gegners nicht unter ungünstigen Voraussetzungen statt, auch wenn der Eintracht Coach einräumt „Losglück hatten wir nicht, ein Heimspiel gegen Stuttgart wäre uns lieber gewesen.“ Auch sieht er den VfB angesichts der Stuttgarter Ansprüche als Favorit: „Sie werden gegen uns nicht die defensive Rolle einnehmen können wie zuletzt in der Bundesliga. Die Fans erwarten von der Mannschaft zu Hause, dass sie zeigt, wer der Favorit ist“, weiß Lieberknecht. Sein Trainerkollege Jürgen Kramny, mit dem Lieberknecht von 1997 bis 2002 in Mainz zusammenspielte, bezeichnete die Partie als „richtungsweisend“, auch weil sie wohl mitentscheidend für seine eigene Zukunft ist.
Trotzdem bescheinigt der
42-Jährige den Schwaben „vor allem in der Offensive eine überragende Qualität“. Dennoch will er sich mit seinem Team nicht verstecken, denn „auch wir haben eine gewisse Qualität und sind unberechenbar“. Auch könnten sich die vielbeschriebenen „eigenen Gesetze“ des Pokals zugunsten der Blau-Gelben auswirken: „Der VfB weiß auch, dass er sich bis auf die Knochen blamieren kann. Es gibt solche Abende, an denen warst du eben mal Favorit“, so Lieberknecht mit einem Schmunzeln.
Personell hofft er, dass Emil Berggreen und Marcel Correia, die leicht angeschlagen aus Sandhausen zurückkehrten, rechtzeitig zum dritten Auswärtsspiel binnen zehn Tagen fit werden: „Wir treffen vor Ort die letzten Entscheidungen.“
Mit Spannung erwartet er heute das Torhüter-Fernduell zwischen Rafal Gikiewicz und dessen Landsmann Przemyslaw Tyton im VfB-Tor. Hintergrund: Beide
Keeper wollen sich für einen Platz im polnischen Kader bei der EM in Frankreich empfehlen: „Da will jeder seine beste Leistung zeigen“, so Lieberknecht über das Fernduell, was vielleicht sogar zu einem Direktduell beim Elfmeterschießen werden könnte.“
Freude löst beim Eintracht-Coach auch der 120-jährige Eintracht-Geburtstag aus, der beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Sonntag mit einer großen
Choreographie gefeiert werden soll und auf der Klubhomepage bereits seit Wochen mit Geschichten rund um die traditionsreiche Geschichte der Löwen begleitet wird: „Wenn man all diese großen Namen liest, weiß man, warum der Verein in der Region diese Emotionen weckt.“
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