Anzeige

Lieberknecht: „Es wird ein umkämpftes Spiel“

Duell im Hinspiel: Eintrachts Gustav Valsvik gegen Christopher Buchtmann (FC. St. Pauli). Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: 3000 Eintracht-Fans unterstützen ihre Mannschaft bei St. Pauli – Kapitän Ken Reichel fällt aus.

Von Elmar von Cramon, 09.03.2018.

Braunschweig. Über 3000 Eintracht-Fans machen sich heute erwartungsfroh auf den Weg nach Hamburg, um ihre Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli (Anstoß 13 Uhr) zu unterstützen. Mit einem Sieg im prestigeträchtigen Duell der beiden Nordklubs würden die Löwen nicht nur wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln, sondern die Kiezkicker auch in der Tabelle überflügeln.

„Es ist eine Freude, dabei zu sein und vor ausverkauftem Haus Fußball pur zu erleben und zu genießen“, freut sich Torsten Lieberknecht auf das Match und die zahlreiche Unterstützung der blau-gelben Anhängerschaft.
Von seiner Mannschaft fordert er dabei die gleiche Leistung, die nach einer verlorenen Partie oft gezeigt wurde, und bezeichnete diese Art Begegnungen als „Reaktionsspiel: „In solchen Spielen haben wir unser wahres Gesicht gezeigt. Bringen wir so eine Leistung, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden.“
Dennoch erwartet der Eintracht-Coach wie bereits beim jüngsten 2:1-Erfolg gegen Regensburg einen harten Fight, was auch mit der immer noch engen Tabellenkonstellation zwischen Auf- und Abstiegszone zu tun hat: „Es wird ein umkämpftes Spiel, St. Pauli versucht, unter dem neuen Trainer Punkte zu holen. Viele tun sich in der momentanen Situation schwer, die Punkte zu erspielen, stattdessen werden sie auf des Messers Schneide erkämpft.“ Das taktische Konzept seines Trainerkollegen Markus Kauczinski ist für den 44-Jährigen dabei keine unbekannte Größe: „Man sieht, dass sie im Spiel versuchen, sehr strukturiert gegen den Ball zu arbeiten und Kompaktheit an den Tag zu legen, um ein schnelles Konterspiel aufzuziehen. So hat Markus auch in Karlsruhe oft spielen lassen.“
Im Hinspiel landete Kauczinski-Vorgänger Olaf Janßen einen 2:1-Sieg, der jedoch äußerst glücklich zustande gekommen war. „Wir haben den Gegner sehr früh unter Druck setzten können und hatten eine Vielzahl von Torchancen, die wir, ebenso wie den Elfmeter von Onel Hernandez, aber nicht nutzen konnten“, erinnert sich Lieberknecht, der im Erfolgsfall durchaus mit einer weniger guten Leistung zufrieden ist: „Wenn wir etwas schlechter spielen aber effektiver sind, dann soll es mir recht sein.“
Hart trifft die Löwen der kurzfristige Ausfall von Kapitän Ken Reichel, der sich eine Wadenzerrung zuzog. Auch Steve Breitkreuz (Knieprobleme) und Özkan Yildirim (Rücken) sind noch nicht hundertprozentig fit, ebenso die Langzeitverletzten Julius Biada und Joseph Baffo. Außerdem steht hinter Domi Kumbela (muskuläre Probleme) ein Fragezeichen. „Wir werden die Mannschaft verändern müssen“, erklärt Lieberknecht, der sich bereits im Vorfeld auf Niko Kijewski als Reichel-Ersatz festlegt: „Wenn jemand wie Ken ausfällt, liegt es sehr nahe, dass Niko derjenige sein wird, der mein Vertrauen ausgesprochen bekommt.“
Der 22-Jährige hatte kürzlich ebenso wie Ersatzkeeper Marcel Engelhardt seinen Vertrag verlängert. Weitere Vertragsverlängerungen scheinen kurzfristig aber nicht zu erfolgen. „Es gibt noch keinen neuen Stand“, erklärt Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold vor dem Spiel in Hamburg.
So könnten sie spielen Fejzic - Kijewski, Valsvik, Tingager, Sauer (Teigl) - Hochscheidt, Boland - Abdullahi, Teigl (Bulut) - Nyman, Hofmann.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.