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Lieberknecht: „Es brodelt in der Stadt“

Will gegen Karlsruhe gewinnen: Eintrachts Onel Hernandez. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht empfängt Absteiger Karlsruhe – Sauer wieder einsatzfähig.

Von Elmar von Cramon, 19.05.2017.

Braunschweig. Mit der gesicherten Relegation im Rücken wollen Eintrachts Zweitligafußballer morgen gegen den Karlsruher SC Wiedergutmachung für die 0:6-Pleite in der Vorwoche gegen Bielefeld betreiben. Ab 15.30 Uhr geht der Fokus beim letzten Punktspiel der regulären Saison aber auch nach Sandhausen, wo der Erzrivale aus Hannover antritt. Die Leinestädter weisen aktuell eine um sechs Treffer bessere Tordifferenz auf, sodass die Blau-Gelben neben einem deutlichen Sieg gegen den KSC auch auf eine gleichzeitige Niederlage der „Roten“ hoffen, um statt einer Relegation gegen Wolfsburg, Hamburg oder Augsburg noch direkt ins Oberhaus zu gelangen.

Da dies zumindest auf dem Papier unwahrscheinlich erscheint, will Torsten Lieberknecht die Konzentration aber nur am Rande auf das dortige Geschehen legen, wohl wissend, dass im Fußball „kuriose Dinge“ nicht unwahrscheinlich sind: „Wir wollen unser Spiel erst mal gewinnbringend über die Bühne bringen, im Laufe des Spiels vielleicht das ein oder andere erfahren. Handyverbot gibt es bei uns deshalb nicht, außer natürlich für die Spieler.“
Das 0:6 vom vergangenen Wochenende ist derweil endgültig abgehakt. „Wir mussten nach der Niederlage erst mal wieder zu uns finden, haben das Bielefeld-Spiel aber aus den Kleidern geschüttelt“, stellt der Eintracht-Coach klar.
Vonseiten der Fans habe es nach dem Spiel zwar vereinzelte Pfiffe gegeben, insgesamt sei die Stimmung aber positiv gewesen. „Entscheidend war, dass wir große Aufmunterung gespürt haben“, so der 43-Jährige, und berichtet, dass auch ihm selbst unter der Woche in Braunschweig eine Menge Unterstützung zuteil geworden ist. „Man merkt, dass die Leute in der Stadt ihren Fokus darauf gestellt haben, die Mannschaft zu unterstützen. Wir spielen die drittbeste Zweitligasaison der Vereinsgeschichte und es brodelt in der Stadt, weil du weißt, dass du noch drei Chancen hast“, freut er sich. Auch hätte seine Mannschaft nach Bielefeld Tatendrang unter Beweis gestellt: „Alle waren an der Niederlage beteiligt, deshalb drohen niemandem Konsequenzen. Das Spiel war ein Blackout, doch unter der Woche haben sich die Jungs gut präpariert.“
Mit dem feststehenden Absteiger aus Baden stellt sich eine „Wundertüte“ in Braunschweig vor, da Coach Marc-Patrick Meister neben taktischen Experimenten mit Dreier- beziehungsweise Fünferkette personell vor allem den Neuaufbau für die anstehende Drittligasaison im Auge hat. „Sie sind im Modus, eine Mannschaft aufzubauen und wollen sehen, wer dazu bereit ist. Die Spieler wollen sich präsentieren und werden uns deshalb nichts schenken“, glaubt Lieberknecht.
Erfreulich ist die Tatsache, dass Max Sauer nach seiner Bänderverletzung schneller als erwartet zur Verfügung steht. „Ich hatte eigentlich schon einen Haken daran gesetzt, dass er ausfällt“, freut sich der Eintracht-Coach, der neben Phil Ofosu-Ayeh (Knieprobleme) auf Marcel Correia (Reha) verzichten muss.
Auch Joe Baffo, der heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigt, wird wahrscheinlich erst im Falle einer möglichen Relegation wieder zur Verfügung stehen.
So könnten sie spielen Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Kijewski (Sauer) - Boland (Schönfeld), Moll - Hernandez, Omladic (Khelifi) - Kumbela, Nyman (Biada).
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