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Lieberknecht: „Ein Brett, das auf uns zukommt“

Auf ihn wird viel Arbeit in Leipzig zukommen: Eintrachts Salim Khelifi. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht gastiert am Sonntag (13.30 Uhr) bei RB Leipzig – Kapitän Marcel Correia fällt mit Zerrung aus.

Von Elmar von Cramon, 05.02.2016.

Braunschweig. Spannung ist garantiert, wenn Eintrachts Zweitliga-Fußballer morgen um 13.30 Uhr bei RB Leipzig zum Auftakt der Restrückrunde gastieren. Zwar liegt der Tabellenführer momentan zwölf Zähler vor den Blau-Gelben, doch im Falle eines dreifachen Punktgewinns könnten die Löwen nochmals in den Kampf um den direkten Aufstieg eingreifen. Bislang konnte Eintracht gegen die Sachsen aber noch nicht gewinnen, zwei Niederlagen und ein Remis stehen gegen RB zu Buche.

„Wichtig ist, dass wir eine Vorbereitung hatten, die wir konzentriert durchführen konnten. Bis auf Max Sauer haben alle Spieler die Gelegenheit genutzt, um auf den Level zu kommen, den sie für den Rest der Saison brauchen“, blickt Torsten Lieberknecht zufrieden auf die punktspielfreie Zeit zurück und bezeichnet den Auftaktgegner als „Brett, das auf uns zukommt“.
Der Eintracht-Trainer weiß um die Hoffnungen des blau-gelben Anhangs, im neuen Jahr doch noch auf einen der direkten Aufstiegsränge zu springen und sieht das Match in der Messestadt als letzte Chance hierfür: „Denkt man als Fan oder Journalist an den direkten Aufstieg, ist dieses Spiel als Endspiel zu kategorisieren.“ Er selbst hatte zur Winterpause den Relegationsrang als Ziel formuliert.
Im Vorfeld der vergangenen Duelle hatten die Löwen „den Fokus zu sehr auf Leipzig gerichtet“, dies möchte 42-Jährige diesmal vermeiden: „Es ist wichtig, dass wir unsere eigene Spielidee durchbringen, um den Leipzigern das Leben schwer zumachen und eventuell die Punkte zu entführen.“
Fehlen wird gegen die Sachsen Kapitän Marcel Correia, der sich unter der Woche eine Zerrung zugezogen hat: „Wir werden diesen Ausfall, wie auch die Ausfälle zuvor, kompensieren.“ Dies gelang im Hinblick auf die Hintermannschaft bislang sehr gut: Mit nur 15 Gegentreffern stellt Eintracht die beste Defensive der Liga, sodass Lieberknecht lediglich in der Torausbeute im gegnerischen Strafraum Verbesserungsbedarf sieht und bei eigenen Standards „Willen und Wucht mal in den Ball reinzugehen“ von seinen Spielern fordert.
Tore werden nach dem Abgang von Emil Berggreen vor allem von Orhan Ademi und Domi Kumbela erwartet. Letzterem bescheinigt er im Training eine „unglaubliche Einstellung, sich an die Leistungsgrenze zu bringen“.
Keine Sorgen macht sich Lieberknecht unterdessen darüber, dass als Folge einer erfolgreichen Restrückrunde nach Berggreen noch weitere Leistungsträger den Verein verlassen: „Das ist eine grundsätzliche Frage, wie wir uns weiterhin als Verein sehen und welches die nächsten Schritte sind, unabhängig von der Ligazugehörigkeit.“
Es sei „durchaus attraktiv, einen Spieler für wenig Geld zu finden und dann für viel Geld zu verkaufen, trotzdem aber unter den Top-25-Teams dabei zu sein“. Letztendlich sei das Interesse von anderen Vereinen an Akteuren aus den eigenen Reihen des Klubs „eine Auszeichnung an viele, die diese Spieler gefunden und an ihrer Ausbildung mitgewirkt haben“.
So könnte Eintracht in Leipzig spielen: Gikiewicz - Baffo, Decarli, Ofosu-Ayeh - Reichel, Boland, Schönfeld (Matuschyk), Omladic - Hochscheidt (Holtmann), Khelifi - Ademi (Kumbela).
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