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Leidenschaftliche Fans ohne rosarote Brille

Der Fanclub Supporters begleitet die Bundesliga-Basketballer der New Yorker Phantoms auch in schlechten Zeiten.

Von Christoph Matthies, 01.01.2012

Braunschweig. Bereits seit 2001 unterstützt der Fanclub Supporters die Phantoms-Korbjäger. Dabei sorgen die enthusiastischen Basketballfans nicht nur in der heimischen VW-Halle, sondern vor allem auch in gegnerischen Arenen für reichlich Bambule.

Wie bei jedem Auswärtsspiel waren die Supporters auch am Donnerstag vor Weihnachten vor Ort, als die Phantoms in Gießen ihren fünften Saisonsieg in fremder Halle einfahren wollten. In drei Kleinbussen fuhren 23 Fanclub-Mitglieder nach Mittelhessen – im Gepäck jede Menge Trommeln, Plakate und ein Megafon. „Ich liebe die Auswärtsspiele, sie sind ein richtiger Kick“, sagt Justus Engelland, der als stellvertretender Vorsitzender der Supporters versucht, die Phantoms möglichst oft zu begleiten. „Die Heimspiele sind der Alltag, die Auswärtsspiele die Feiertage.“
Im Jahr 2009 wurde Engelland ebenso wie der Vereinsvorsitzende Oliver Scholz in den Vorstand gewählt. Seitdem hat sich die Mitgliederzahl um rund 40 auf mehr als 90 erhöht – eine Entwicklung, die auch, aber nicht ausschließlich mit den Phantoms-Erfolgen der vergangenen zwei Jahre zusammenhängt. Neben der Organisation der Auswärtsfahrten sehen die Supporters ihre Aufgabe darin, auf den Rängen für akustischen und optischen Rückhalt für das Phantoms-Team zu sorgen, ein Vorhaben, das in der weitläufigen VW-Halle nicht immer leicht zu verwirklichen ist.
Engelland legt Wert darauf, dass der Fanclub trotz aller Unterstützung keineswegs unkritisch sei, was Entscheidungen des Vereins angehe. „Wir sind dafür da, den Fans eine Stimme zu geben. Das bedeutet auch, dass wir nicht alles einfach nur abnicken oder rosarot sehen“, betont der 21-Jährige, der seit „TXU-Zeiten“ zum Basketball geht. So drängen die Supporters bereits seit geraumer Zeit darauf, dass die Phantoms sich doch endlich für dauerhafte Vereins- und Trikotfarben entscheiden mögen. Ein verständliches Anliegen, sind doch Argentinienblau-Magenta, Blau-Weiß und Schwarz-Gold nur einige der Farben, mit denen der Bundesligist in den vergangenen zehn Jahren assoziiert wurde.
Außer der gemeinsamen Begeisterung für den Sport verbindet viele Supporters mittlerweile auch eine enge Freundschaft. Insofern erfülle der Fanclub auch einen sozialen Aspekt, glaubt Engelland: „Vor allem durch die vielen Auswärtsfahrten ist eine Art familiäres Verhältnis entstanden.“ Eine freundliche Harmonie, die man auch in Gießen bemerkte. Nicht zuletzt, weil die Phantoms sich die lautstarke Anfeuerung ihrer treuesten Fans zu Herzen nahmen und den fünften Auswärtssieg der Saison unter Dach und Fach brachten.
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