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Leere Hände trotz großem Kampf

Football: Lions verlieren mit 28:38 bei den Berlin Adlern, zeigen aber eine couragierte Leistung.

Von Daniel Beutler, 12.08.2012

Braunschweig. Mit nur 32 einsatzfähigen Spielern traten die New Yorker Lions gestern Abend bei den Berlin Adlern an. Und obwohl sie mit 28:38 verloren, zeigten die Braunschweiger eine starke Leistung, die Hoffnung für die verbleibenden Spiele macht. Vor allem, wenn einige der zehn verletzten Spieler der Startformationen wieder dabei sind.

Denn was die Lions in der ersten Hälfte boten, war ordentlicher, bodenständiger Football, wie man ihn in diesem Jahr von den Braunschweigern selten gesehen hat. Im Angriff zog Quarterback Mike Friese in seinem ersten Spiel von Beginn an gekonnt die Fäden. Einige Pässe waren zwar riskant, aber insgesamt zeigte er einen erstklassigen Auftritt. Wenn diese Leistung keine einmalige Sache bleibt, wird der Name des vor der Sommerpause abgewanderten US-Spielmachers Michael Herrick nicht mehr lange in den Köpfen geistern.
In Berlin erhielt Friese dabei hervorragende Unterstützung von seinen Kollegen auf dem Feld. Die Offense Line blockte die Laufwege frei wenn nötig und sicherte den Passverteiler gut ab. Die Wide Receiver taten, was sie sollen, oft in der Saison aber nicht schafften: Sie fingen die Bälle. „Ich bin echt stolz auf die Mannschaft. Sie hat richtig Gas gegeben und ist um Meilen weiter, als vor der Sommerpause“, lobte Lions-Cheftrainer Phil Hickey.
Waren die Berliner in Ballbesitz wurde deutlich, dass Bastian Kypke in den vier spielfreien Wochen hart mit den Spielern gearbeitet hat. Der Adler-Angriff hatte seine liebe Not mit der Lions-Defense. Die 14:10-Halbzeitführung der Gäste war absolut verdient. Ebenso die 21:14-Führung zum Ende des dritten Viertels.
Dann aber verloren die Lions in dem offenen Schlagabtausch ihren Schwung, mussten dem schmalen Kader Tribut zollen. Besonders das auf ihren Quarterback Alex Good fixierte Spiel der Adler wurde zunehmend zum Erfolgsgaranten. Good läuft selbst, passt oder lässt laufen. Alles auf Spitzenniveau. Und dem konnten die Lions in den letzten zwölf Minuten nicht mehr genug entgegenhalten. Bei dem zwischenzeitlichen Touchdown der Lions zum 28:3 keimte zwar die Hoffnung auf ein kleines Footballwunder. Aber das Laufspiel der Adler war gestern doch noch zu gut für Lions. „Die Niederlage ist am Ende zu hoch ausgefallen. Wir haben aber mit einer der besten Mannschaften Deutschlands super mitgehalten“, hob Hickey hervor.
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