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„Lage ist nach wie vor sehr angespannt“

Die Blau-Gelben feiern den wichtigen Siegtreffer von Ken Reichel. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht mit wichtigem Erfolg gegen Union – Boland feiert Comeback.

Von Elmar von Cramon, 20.02.2018.

Braunschweig. Aufatmen hieß es nach dem Schlusspfiff an der Hamburger Straße. Das 1:0 gegen Union Berlin bedeutete für Eintrachts Zweitliga-Fußballer nicht nur den ersten Heimsieg des Kalenderjahres, sondern zugleich einen ganz wichtigen Erfolg im Abstiegskampf. Neben den drei Punkten und der Trefferpremiere von Kapitän Ken Reichel gab es für die Fans außerdem die Rückkehr des lange verletzten Mirko Boland zu bejubeln, der kurz vor Schluss in die Partie kam.

„Es war wichtig, endlich wieder einen Heimsieg zu landen; auch die Fans haben mit ihrer super Unterstützung ihren Teil dazu beigetragen“, freute sich Marc Arnold über die Punkte gegen die Hauptstädter, deren gefährliche Offensive gegen Eintracht kaum zur Entfaltung gekommen war.
Wie bereits beim 0:0 in Sandhausen hatten die Löwen mit einer stabilen Defensive die Basis zum Erfolg gelegt. So blieben die Blau-Gelben zum zweiten Mal hintereinander ohne Gegentreffer und weisen nun gemeinsam mit mit Ingolstadt die zweitbeste Defensive der Liga auf. „Wir haben dort weitergemacht, wo wir in Sandhausen aufgehört haben, sodass Union bis auf die eine Möglichkeit kurz vor Schluss kaum zu Torchancen gekommen ist“, so der sportliche Leiter weiter.
Besagte Chance des Ex-Löwen Sebastian Polter vereitelte Jasmin Fejzic jedoch bravourös und konnte nach Abpfiff ausgelassen mit seinen Teamkollegen am Mittelkreis jubeln und tanzen. Das Zittern hätten sich die Blau-Gelben allerdings ersparen können, denn sowohl Domi Kumbela als auch Suleiman Abdullahi verpassten mehrfach die Vorentscheidung. „Das war ausbaufähig; den Sack nicht früher zugemacht zu haben, ist etwas, das wir uns vorwerfen müssen“, so Arnold, der ein Sonderlob für Startelf-Debütanten Frederik Tingager übrig hatte: „Freddie hat sehr ordentlich gespielt und nichts anbrennen lassen.“
Unter „Standing Ovations“ der Eintracht-Fans feierte dann auch noch Mirko Boland kurz vor dem Ende nach mehrmonatiger Verletzungspause seine Rückkehr auf den Platz. „Es freut uns, dass er nach seiner schwerwiegenden Verletzung wieder dabei ist und uns als weiterer Führungsspieler wieder zur Verfügung steht“, so Arnold, der trotz vieler positiver Nachrichten davor warnt, die Lage vor dem Auswärtsduell bei Greuther Fürth zu unterschätzen: „Es ist noch viel zu früh, um im Abstiegskampf Entwarnung zu geben, die Situation ist nach wie vor sehr angespannt.“
Die gegen Berlin verletzten Steve Breitkreuz und Patrick Schönfeld könnten gegen die Franken wahrscheinlich wieder mitwirken, sodass bis auf die Langzeitverletzten Joe Baffo und Julius Biada alle Akteure zur Verfügung stehen. Der intensive Kampf um die Stammplätze gibt Spielern wie Louis Samson und Salim Khelifi das Nachsehen, die in der Hinserie noch in fast allen Begegnungen auf dem Platz gestanden hatten. Besonders für Letzteren ist die Situation schwierig, da er momentan keine Gelegenheit hat, sich für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen. „Wir wissen was wir an Salim haben, und dass die Situation momentan hart für ihn ist. Trotzdem muss jeder Spieler angesichts unserer Lage Verständnis dafür aufbringen, wenn er nicht im Kader ist. Wie alle anderen ist auch er angehalten, sich im Training anzubieten“, fordert Arnold.
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