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Korner-Team schießt die Löwen aus der Halle

Auch Nico Simon konnte in einer völlig überforderten Löwen-Mannschaft keine entscheidenden Impulse setzen. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Braunschweiger erleben beim 48:96 in Bayreuth ein Debakel.

Von Christoph Matthies, 14.10.2016.

Braunschweig. Die Bundesliga-Basketballer der Löwen zeigten am Freitagabend in Bayreuth einen blamablen Auftritt und gaben die Partie bereits in der ersten Halbzeit aus der Hand, bevor sie nach der Pause regelrecht gedemütigt wurden. Am Ende siegte das Team von Ex-Löwen-Trainer Raoul Korner mit 96:48 (47:27).

Nur im ersten Viertel gelang es den Gästen kurzzeitig, die Führung an sich zu reißen. Nach drei Minuten traf Co-Kapitän Nico Simon per Dreier zum 5:4, eine halbe Minute später sorgte Center Geoffrey Groselle, der gut begann, per Slam Dunk mit Bonusfreiwurf für die erneute 8:6-Führung.

Damit war es aber auch schon vorbei mit der Löwen-Herrlichkeit, nur vier Punkte folgten in den restlichen sechseinhalb Minuten des ersten Durchgangs – und Carlton Guytons Treffer zum 12:16 mit dem Buzzer nach zehn Minuten war durchaus als glücklich zu bezeichnen.

War der Rückstand nach dem ersten Viertel noch knapp, entglitt den Löwen in Durchgang zwei nun völlig die Partie. Nach nicht einmal zwei Minuten betrug die Bayreuther Führung schon 14 Punkte, als Carlos Medlock nach schlechtem Pass von Nico Simon den Ball verlor und Bastian Doreth den fälligen Fastbreak mit Korbleger und Bonusfreiwurf abschloss. Die Löwen spielten einfallslos, trafen ein paar Mal von außen, das war es dann aber auch. Unter dem Korb lief gar nichts mehr, und eine schwache Defensive bedeutete die 47:27-Pausenführung für die Heimmannschaft.

Wer nach der Pause auf eine verbesserte Löwen-Mannschaft hoffte, wurde enttäuscht. Im Gegenteil, die Braunschweiger ließen sich praktisch widerstandslos zur Schlachtbank führen, auch Ex-Löwe Robin Amaize (17 Punkte), der im Sommer Raoul Korner nach Franken gefolgt war, machte nun mit beim munteren Scheibenschießen, bei dem das Menz-Team nur Zuschauer war. Nur fünf Pünktchen gelangen den Löwen im dritten Durchgang, die Braunschweig-Fans in der Oberfrankenhalle oder vor den Bildschirmen sahen ein fahriges Löwen-Rudel, dem es nicht nur an der Qualität, sondern nun auch am nötigen Willen fehlte.

Schließlich endete die Partie exakt wie die Heimpackung gegen Bamberg mit 48:96. Mit dem Unterschied, dass es sich bei den Bambergern um die Übermannschaft der BBL handelte, bei Bayreuth eher um ein gutes Mittelklasse-Team (bei dem Joseph Lewis mit 26 Punkten einen Sahnetag erwischte). Mit Leistungen wie dieser wird es ganz schwer mit dem Klassenerhalt – zumal auch Thomas Klepeisz, auf dem nach dessen vielversprechendem Comeback gegen Ludwigsburg große Hoffnungen lagen, überhaupt kein Faktor war. Und auch die Amerikaner Dyshawn Pierre und Carlton Guyton, die bereits angedeutet hatten, dass sie es besser können, blieben in Bayreuth den Beweis ihrer BBL-Tauglichkeit schuldig.

Für die Löwen punkteten: Groselle 13, Medlock 10, Theis 6, Simon 5, Pierre 3, Schwartz 3, Figge 3, Freese 3, Guyton 2, Ebert, Klepeisz, Lagerpusch.
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