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Korner: „Selbstvertrauen darf nicht in Arroganz umschlagen“

Nicolai Simon (l.) und Cornelius Adler haben ihren Anteil an der Erfolgsserie der Löwen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen empfangen am Sonntag (17 Uhr) die Tigers aus Tübingen.

Von Christoph Matthies, 30.01.2015.

Braunschweig. Fans des hiesigen Basketball-Bundesligisten erkennt man derzeit am breiten Grinsen: Vier Spiele in Folge haben die Basketball-Löwen zuletzt gewonnen. Am Sonntag (17 Uhr) soll in der Volkswagenhalle der fünfte Streich gelingen.

Durch die kleine Erfolgsserie, die derzeit nur von den neun Siegen der brettstarken Bamberger getoppt wird, haben sich die Löwen auf den zehnten Tabellenplatz vorgekämpft – und sind gar punktgleich mit Quakenbrück und Frankfurt, die mit neun Siegen auf den Playoff-Plätzen sieben und acht zu finden sind.

Der Gegner aus Tübingen hat es momentan schwerer. Obwohl nur drei Siege weniger, stehen die Schwaben als Sechzehnter am Rande der Abstiegszone, die derzeit von Bremerhaven und Crailsheim besetzt wird. „Von der Favoritenrolle kannst du dir nichts kaufen“, stellt Raoul Korner klar. Der österreichische Headcoach weiß nur zu gut, dass die Braunschweiger unter seiner Ägide noch nicht gegen Tübingen gewonnen haben. Im Hinspiel im Oktober verputzten die Tiger schwächelnde Löwen regelrecht zum Frühstück: 76:93 hieß es am Ende aus Braunschweiger Sicht.

„Die Tübinger spielen sehr facettenreich und sind nur schwer in eine Schublade zu stecken“, warnt Korner vor einem Team, das zudem auf jeder Position sehr groß besetzt sei. Exemplarisch dafür ist Center-Riese Anatoly Kashirov, der mit seinen 2,15 Metern fast alle anderen „Big Men“ der Liga überragt.

Auch in Sachen Neuverpflichtung hatten die Tübinger ein gutes Händchen: Shooting Guard Jimmy McKinney, der sich bereits in Frankfurt und Würzburg eine Reputation als brandgefährlicher Scharfschütze verdiente, ist nach sieben Partien im „Ländle“ mit 15,3 Punkten Topscorer der Tigers und trifft exzellente 44 Prozent seiner Würfe von außen. Und: Immerhin drei der sieben Spiele mit McKinney konnte das Team von Trainer Igor Perovic gewinnen.

Derweil kann Löwen-Coach Raoul Korner am Sonntag wieder auf einen fitten Trent Lockett zurückgreifen, der eine volle Trainingswoche absolvierte. Mit geschwellter Brust gehen die Löwen nach vier Siegen sowieso in das Heimspiel. „Das Selbstvertrauen ist da, aber es darf nicht in Arroganz umschlagen“, mahnt Korner. Sollte der Appell des Trainers bei seinen Spielern ankommen, könnte das Grinsen bei Braunschweigs Basketballfans am Montag sogar noch etwas breiter sein.
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