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Kolumne: Drägers Dribbling

Borussia Dortmund will Bayern ärgern.

Von Jonas Dräger, 27.08.2016.

Die Sommerpause ist beendet, die Europameisterschaft und Olympia sind vorbei. Fußballfans warten sehnlichst auf den Start der Bundesliga.

Besonders aktiv auf dem Transfermarkt war Borussia Dortmund. 109 Millionen Euro investierte der BVB, allein 30 Millionen für André Schürrle. Vor dem finanziellen Kollaps stehen die Schwarz-Gelben deshalb jedoch nicht. Der Verein nahm nämlich auch 111 Millionen Euro durch Spielerverkäufe ein.

Offiziell möchte niemand im Verein von der Meisterschaft sprechen. Zu sehr dominiert der FC Bayern die Liga. Doch sollte sich der Rekordmeister eine Schwäche leisten, wollen die Dortmunder als Erster davon profitieren. Aber auch aus anderen Gründen wurden die Transfererlöse reinvestiert. Mit RB Leipzig erscheint ein neuer Konkurrent um die Champions League auf der Bildfläche. In dieser Saison wird es in Sachsen wohl noch nicht für große internationale Träume reichen. Investor Dietrich Mateschitz will mit seinem Projekt jedoch nach ganz oben, um seine Brause weltweit zu vermarkten. Das nötige Geld für die Investitionen hat er.

Sogar ein Stadionneubau ist im Gespräch. Die aktuelle Arena, für die WM 2006 für 116 Millionen Euro erneuert, ist zu klein für ganz große Träume. Rund 42 000 Plätze sind für Leipziger Ansprüche zu wenig. Dabei dürfte der Gästeblock bei einigen Partien komplett leer bleiben. Die Fans vieler anderer Bundesligavereine protestieren auf ihre Weise gegen das „ungewünschte Marketingkonstrukt“.

Flucht aus Wolfsburg

Groß im Gespräch war in der Sommerpause auch der VfL Wolfsburg. Zwischenzeitlich drängte sich der Verdacht auf, dass die komplette Mannschaft gerne den Verein wechseln würde. Schürrle, Kruse, Dante und Naldo gingen. Zeitweilig war auch Julian Draxler auf dem Absprung. Doch dann sprachen die VfL-Verantwortlichen ein Machtwort und zauberten einen Toptransfer aus dem Hut: Nationalspieler Mario Gomez. Der Torschützenkönig der Süper Lig wollte die Türkei unbedingt verlassen. Nach eigenen Aussagen sollte es ein Club sein, der auch in der Champions League vertreten ist. Ein Angebot aus England von Meister Leicester City lehnte er ab, unterschrieb lieber in Wolfsburg. Die spielen diese Saison allerdings höchstens bei Testspielen im Ausland international.
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