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Köchling: „Ich bin ein umgänglicher Typ“

Basketball: Interview mit dem neuen Co-Trainer der Phantoms – Der deutsche Meister von 2006 will in die Play-offs

Von Sebastian Walther, 08.07.2009

Braunschweig. Philipp Köchling ist der neue Co-Trainer der New Yorker Phantoms. Nach neun Jahren bei Rhein Energy Köln wechselt der Diplomsportwissenschaftler nach Braunschweig. nB-Mitarbeiter Sebastian Walther sprach mit ihm.

?In Köln konnten Sie nach sechs Jahren den Meistertitel feiern, wie lange wird es in Braunschweig dauern?

!Schön wäre es sicher mal, aber dafür gibt es wahrlich keinen Zeitplan. Wir wollen mit den Phantoms Schritt für Schritt nach oben, das erste Ziel sind die Play-offs.

?Was war für Sie ausschlaggebend, Köln nach so langer Zeit zu verlassen?

!Mir ging es einfach darum, mal etwas Neues kennen zu lernen, mich einer neuen Situation zu stellen. Sebastian Machowski kannte ich bereits aus seiner Zeit in Köln und so ist der Kontakt dann zu Stande gekommen. Braunschweig ist eine Basketball-Stadt, anders als Köln, wo Basketball hinter Fußball, Handball und Eishockey nur eine von vielen Sportarten ist. Hier hat der Sport Tradition, es gibt noch andere Mannschaften im Umfeld wie Wolfenbüttel oder die SG. Das hat mich überzeugt.

?Wo genau sehen Sie Ihre Aufgabe bei den Phantoms?

!Das Aufgabenfeld ist breit gefächert. Im Augenblick planen Sebastian Machowski und ich die Vorbereitungsspiele, beraten uns über neue Spieler. Später geht es darum, den Headcoach zu unterstützen, sei es beim Training oder der Spielvorbereitung mit Scoutings und Videoanalysen. Vielleicht werde ich auch mit dem einen oder anderen Nachwuchsspieler vor oder nach dem Training Zusatzschichten in der Halle schieben, damit die Jungs nach und nach an die Bundesliga gewöhnt werden.

?Sie haben einen Zweijahresvertrag unterschrieben, ist die Zusammenarbeit wie bei Rhein Energy längerfristig angelegt?

!Im Optimalfall ja. Ich war ja auch lange in Köln und bin schon jemand, der gerne länger bei einem Verein bleibt und ich hoffe, dass es in Braunschweig die Möglichkeit gibt, etwas Langfristiges aufzubauen. Meine Frau und mein Sohn werden mit mir nach Braunschweig ziehen, sobald wir eine passende Wohnung gefunden haben. Es ist mir wichtig, meine Familie um mich zu haben, mein privates Umfeld. Meine Frau, sie ist gebürtige Hamburgerin, freut sich sehr, allein schon, weil Braunschweig näher an Hamburg liegt als Köln.

?Sie haben unter vier verschiedenen Trainern als Assistent gearbeitet, das ist eher ungewöhnlich in der Liga. Warum hat es in Köln geklappt?

!Da müsste man wohl andere Leute fragen, aber ich habe auch immer die Rückmeldung bekommen, dass ich mit allen Trainern gut klar gekommen bin. Wir hatten stets ein sehr gutes Arbeitsverhältnis.

?Sie sind ein umgänglicher Mensch, dann können sich die Spieler ja freuen?

!Das wurde mir so nachgesagt, kann also durchaus sein, dass das so ist. Natürlich hoffe ich, dass sich die Phantoms-Spieler auf mich freuen.

?Jason Cain hat seinen Vertrag vor einigen Tagen verlängert, mit Kevin Hamilton wurde ein zusätzlicher Spielmacher verpflichtet, wie ist der Stand bei den Neuverpflichtungen?

!Wir haben ein Grundgerüst aus dem vergangenen Jahr und sind froh, dass wir Spieler wie Andrew Drevo, Jason Cain und Nils Mittmann in Braunschweig halten konnten. Es sieht im Moment allerdings so aus, dass eher neue Spieler noch dazu kommen werden. Wir suchen außerdem für die Positionen fünf, drei und zwei noch weitere Verstärkung.
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