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Kleiner Drache spielt groß auf

Basketball-Bundesliga: Phantoms empfangen um Sonnabend (14.30 Uhr) die Artland Dragons.

Von Christoph Matthies, 02.11.2011

Braunschweig. Nach drei Auswärtsspielen dürfen die Phantoms-Basketballer am Sonnabend endlich wieder in der VW-Halle auflaufen. Weil der NDR in seiner abendlichen Sportsendung Ausschnitte von der Partie gegen die Dragons zeigen wird, wurde der Tip-Off auf 14.30 Uhr vorverlegt.

Fünfmal maßen sich die Braunschweiger in der ersten Playoff-Runde der vergangenen Saison mit den Artländern, die in der entscheidenden Begegnung das bessere Ende für sich hatten. Seitdem hat sich in der Mannschaft von Coach Stefan Koch jedoch einiges getan. Das Guard-Duo Tyrese Rice und Bryan Bailey, in den Playoffs eine kaum zu verteidigende Rechts-Links-Kombination, wird am Sonnabend nicht dabei sein. Aufbauspieler Rice fühlte sich zu Höherem berufen und wechselte nach Litauen, Scharfschütze Bailey muss aufgrund einer Daumenprellung passen. Mit Alexander Seggelke und Ruben Boumtje Boumtje verließen weitere bekannte Akteure den Klub.
Dass die Drachen trotz der namhaften Abgänge und des großen Krankenlagers – auch Forward Nathan Peavy kann wegen eines Risses der Bindehaut in Braunschweig nur zusehen – nicht schlecht aufgestellt sind, beweist ein Blick auf die Internetpräsenz der Basketball-Bundesliga: Mit David Holston (acht Assists) und Anthony King (16 Rebounds) blicken einem gleich zwei Artländer als „Top-Performer“ des vergangenen Spieltags entgegen. Vor allem Neuzugang Holston ist ein Phänomen. Mit seinen 1,67 Meter kaum größer als ein Barhocker, mischt der quirlige Point Guard ganze Defensivreihen im Alleingang auf. „David Holston ist ein offensiv ungemein talentierter Spieler, der für sich und andere kreieren kann und zudem unglaublich schnell ist“, weiß Phantoms-Assistenztrainer Philipp Köchling um die Qualitäten des kleinen Drachen, der derzeit als zweitbester Passgeber der Bundesliga von sich reden macht. Mit ihren Aufbauspielern LaMarr Greer und Stephen Dennis verfügen die Phantoms im Backcourt allerdings über einen Größenvorteil von fast 30 Zentimetern, den es auszunutzen gilt.
Nach ihrer Heimpleite am Sonnabend gegen Bremerhaven stehen die Dragons wie die Phantoms mit drei Siegen (bei drei Niederlagen) im Mittelfeld der Tabelle. „Quakenbrück hat sicher die Qualität, die ersten vier Plätze anzupeilen. Aber wir gehen nach dem vergangenen Wochenende gestärkt ins Spiel“, hofft Köchling, an den Erfolg in Ludwigsburg anknüpfen zu können.
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