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Kessel geht am Ende der Saison

Torjubel: Benjamin Kessel wird Eintracht am Saisonende verlassen. Foto: Agentur Hübner

Eintrachts Marc Arnold: „Er möchte etwas Neues probieren“ – Neuer Verein noch unbekannt.

Von Elmar von Cramon, 31.03.2015.

Braunschweig. Nach Marjan Petkovic wird auch Benjamin Kessel seine Zelte bei Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig am Saisonende abbrechen. Wie der Verein bekanntgab, nahm der 27-Jährige das Angebot Eintrachts nicht an und sucht nach fünf Jahren im blau-gelben Trikot eine neue Herausforderung.

„Benjamin hatte ein Angebot von uns vorliegen, das wirtschaftlich gepasst hätte“, erklärt Marc Arnold. Nicht finanzielle Gründe hätten den Ausschlag gegeben, „sondern die Tatsache, dass er etwas Neues probieren möchte.“
Der sportliche Leiter der Blau-Gelben hat durchaus Verständnis dafür, dass einige Fans die Abschiedsankündigung des Rechtsverteidigers emotional aufwühlte: „Es ist klar, dass Benny auch seinen Anteil an den großen Erfolgen der vergangenen Jahre hatte. Auf der anderen Seite befinden wir uns im Umbruch und dazu gehört, dass man sich vom einen oder anderen langjährigen Spieler verabschieden muss.“
Kessel war 2010 von Mainz 05 zu den Blau-Gelben gestoßen und gehörte seit der Rückrunde der Vorsaison zum Stammpersonal. In der laufenden Spielzeit beeindruckte der Defensivmann vor allem mit seiner Treffsicherheit: Fünf Tore gelangen ihm in 21 Partien, insgesamt absolvierte er bislang 94 Punktspieleinsätze (acht Tore) für Eintracht. Die Suche nach einem Nachfolger hat laut Arnold bereits begonnen: „Das wir uns damit befassen, liegt auf der Hand“, so der 44-Jährige, der in Maximilian Sauer einen Kandidaten aus dem eigenen Nachwuchs einplanen kann: „Max hat eine sehr positive Entwicklung genommen, seit er aus den eigenen Reihen zu uns gestoßen ist.“ Wie Sauer wird auch Julius Düker Teil der blau-gelben Zukunft: „Sowohl bei Max als auch bei Julius ist davon auszugehen, dass sie nächste Saison fest zum Profikader zählen, wie es ja eigentlich jetzt schon der Fall ist“, so Arnold im Hinblick auf die beiden „inoffiziellen“ Neuzugänge, die seit der Winterpause „oben“ mit von der Partie sind.
Zusätzlich stellten die externen Neuzugänge Emil Berggreen und Nik Omladic ihre Qualität in den Spielen nach der Winterpause schnell unter Beweis, so dass sich im vorderen Bereich schon kurzfristig weitere Alternativen ergeben haben, nachdem Orhan Ademi, Gianluca Korte, Björn Kluft und Mushaga Bakenga den Verein verlassen haben und Torsten Oehrl, Dennis Kruppke sowie Seung-Woo Ryu verletzt ausfallen: „Es ist erfreulich, dass die beiden die Umstellung so schnell verkraftet haben und uns in Zukunft definitiv weiterhelfen werden“, zeigt sich Arnold zufrieden.
Ob eine Chance besteht, dass die Leihspieler Ryu, Havard Nielsen, Vegar Eggen Hedenstad oder Hendrick Zuck weiter in blau-gelb auflaufen, wird erst am Saisonende feststehen. Während Eintracht für Zuck eine Kaufoption besitzt, ist bei den anderen drei Akteuren das Heft des Handelns nicht bei Eintracht: „Der Verein, dem die Transferrechte gehören, ist am Zug“, so Arnold, der seinerseits die auf Leihbasis zum VfR Aalen gewechselten Ademi und Korte zurückerwartet.
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