Anzeige

Keine Demütigung wie im Hinspiel

Geoffrey Groselle, hier im Hinspiel, lieferte gegen Bayreuth eine gute Partie ab. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Braunschweiger verlieren bei Meister Bamberg mit 75:95 (33:45).

Von Christoph Matthies, 27.02.2017.

Braunschweig. Beim amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger sowie aktuellen BBL-Zweiten Bamberg gab es für die Löwen-Basketballer am Montagabend nichts zu holen. Immerhin fielen die Braunschweiger bei der 75:95-Niederlage nicht komplett in sich zusammen wie noch im Hinspiel.

Das fand auch Geoffrey Groselle. Der US-Center, mit seinen 20 Punkten stärkster Braunschweiger neben Point Guard Carlos Medlock, sah nach der Niederlage gegen das beste Basketball-Team Deutschlands das Positive: „Letztes Mal haben sie uns mit 48 geschlagen. Wir sind also wenigstens besser geworden.“

Nach einer guten Anfangsphase, in der die Löwen vier Minuten lang ebenbürtig agierten, setzten sich die Gastgeber dann bis zur Viertelpause aber doch schon mit zehn Punkten ab (27:17). Und trotz der Bamberger Überlegenheiten, die es ihnen ermöglichte, die Führung bis zur Halbzeit auf zwölf Punkte auszubauen, hatte man stets das Gefühl, dass die Franken sogar noch mit angezogener Handbremse spielten. Dass Trainer Andrea Trinchieri trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Elias Harris und Janis Strelnieks auch seinem etatmäßigen Point Guard Fabien Causeur und Vierer Vladimir Veremeenko eine Pause gönnte, verstärkte den Eindruck, dass der Meister die Partie gegen den Underdog als Selbstläufer betrachtete.

„Auch wenn wir zurückliegen und die Halle hier etwas lauter wird, dürfen wir die Köpfe nicht hängen lassen“, hatte Löwen-Trainer Frank Menz, der am Montag seinen 53. Geburtstag feierte, vor der Partie gefordert. Und zumindest das gelang, der Bamberger Pausenvorsprung wuchs in der zweiten Halbzeit um nur noch acht Zähler. Allerdings nutzte Trinchieri diese 20 Minuten auch verstärkt zur Nachwuchsförderung und brachte schon Mitte des dritten Viertels die jungen Talente Leon Kratzer und Louis Olinde. Dass Nationalspieler und Ex-Löwe Daniel Theis nicht einmal neun Minuten spielen musste, spricht für sich.

Bei den Braunschweigern blieb vor allem der rabenschwarze Tag von Dyshawn Pierre, der ohne Punkte aus dem Feld blieb, und die gute Chemie zwischen Groselle und Medlock, der den Center zweimal per sehenswertem Alley-Oop bediente, in Erinnerung.

Durch die Heimpleite von Vechta am Samstag gegen Ludwigsburg stehen die Löwen als Sechzehnter der BBL-Tabelle weiterhin drei Siege vor dem Abstiegsplatz.

Für die Löwen punkteten: Medlock 21 (5 Dreier, 7 Assists), Groselle 20, Theis 11, Boykin 8, Klepeisz 5, Guyton 5, Schwartz 3, Pierre 2.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.