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Keine Angst davor, wenn es knallt

Football: In der B-Jugend lernen die zukünftigen Lions-Spieler mit der Ausrüstung zu spielen.

Von Daniel Beutler, 04.04.2010.

Braunschweig. American Football ist ein Sport, bei dem es auch schon mal knallt, wenn die Spieler aufeinander stoßen. Dass sich dabei kein Spieler verletzt, steht bei der neu gegründeten Lions-B-Jugend des 1. FFC Braunschweig ganz oben auf dem Trainingsplan.

Wenn ein Spieler zu alt wird für die Red Cubs, die vergangene Woche vorgestellt wurden, kommt er seit diesem Jahr in die B-Jugend. Und zu Coach Christian Bollmann. Zusammen mit anderen Spielern der Bundesliga-Mannschaft, zum Beispiel Line-Spieler Marvin Joppe, oder Line-backer Lawrence Williams, bringt er den Jugendlichen bei, sich mit der mehr als acht Kilo schweren Ausrüstung unbefangen zu bewegen. Und richtig zu tackeln.
„Die Angst vor dem Kontakt zu verlieren und die richtige Technik beim Kontakt zu lernen, ist zunächst das Wichtigste“, meint Bollmann. Das dauert mindestens zwei bis drei Wochen, manchmal klappt es nie. Aber auch wenn es gefährlich aussieht und öfters mal weh tut: Insgesamt stellt Bollmann fest, sind schwere Verletzungen beim Football seltener als beim Fußball oder Handball. Die richtige Technik vorausgesetzt.
Aber dafür sind ja Bollmann und Joppe da, die selbst alle Stationen der Lions-Jugend durchlaufen haben. Damals ging es allerdings gleich von den Red Cubs, die ohne Ausrüstung spielen, zu den Junior Lions. Ein großer Sprung, weil es dort bei den 14 bis 18-jährigen große Unterschiede in der körperlichen Entwicklung gibt. Deshalb setzt die neue Mannschaft auch dort an. „Es macht wenig Spaß und bringt auch nicht viel, wenn man im Training gleich jemandem gegenüber steht, der viel größer und schwerer oder schneller ist. Hier sind alle auf ungefähr einem Level, was das Training dann auch effektiver macht“, sagt Bollmann, der seit zwei Jahren eine C-Lizenz als Trainer besitzt. Dennoch trainieren viele doppelt. Bei der B-Jugend und den Junior Lions. Oft sind die Jüngeren dann zwar unterlegen bei den Trainingseinheiten, aber sie lernen schon früh eine Sache: Nicht aufgeben und immer weiter kämpfen.
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