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„Kein Spieler in Normalform“

Ratlose Braunschweiger: Jasmin Fejzic, Mirko Boland, Quirin Moll und Joseph Baffo (v.i.) nach dem 1:0 für die Würzburger Kickers im DFB-Pokal. Foto: Eibner

Eintracht-Coach Lieberknecht beklagt fehlende Fokussierung – Sonntag gegen Nürnberg.

Von Elmar von Cramon, 23. August 2016

Braunschweig. Nach zwei erfolgreichen Jahren im DFB-Pokal ist für Eintracht in dieser Saison bereits nach der ersten Runde Schluss: Mit 0:1 unterlagen die Löwen den Würzburger Kickers in der Verlängerung. Elia Soriano hatte nach 103 Minuten das Tor des Tages für die an diesem Tage wesentlich bissiger wirkenden Franken markiert. Nun können sich die Blau-Gelben voll auf die Liga konzentrieren, wo am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg die nächste schwere Aufgabe wartet.

„Ich tue mich mit der Niederlage schwer, weil ich die absolute Fokussierung meiner Mannschaft vermisst habe“, war Torsten Lieberknecht angefressen. Obwohl sein Vater am vergangenen Freitag verstorben war, saß er in Würzburg auf der Bank und musste mit ansehen, wie sein Team den bislang schwächsten Pflichtspielauftritt in dieser Saison hinlegte und folgerichtig aus dem Wettbewerb gekegelt wurde. In der Verlängerung, kurz vor dem Seitenwechsel, fiel das entscheidende Tor: Nach einer Flanke parierte Jasmin Fejzic den Kopfball von Marco Königs mit einer Glanzparade, war jedoch gegen den Abstauber von Elia Soriano machtlos, der einen Tick schneller als Quirin Moll geschaltet hatte: „Vielleicht hat der eine oder andere Spieler nicht genug getan, um sich vor dem Spiel in absolute Wettkampfstimmung zu versetzen. Wir haben vor der Partie darauf hingewiesen, was uns in Würzburg erwarten wird“, schwang in den Worten des Eintracht-Trainers Enttäuschung über den wenig überzeugenden Auftritt mit. Bis auf Jasmin Fejzic und Domi Kumbela habe „kein Spieler Normalform“ erreicht, außerdem habe das „Agieren-als-Team-im-Ganzen“ gefehlt.
Zu Beginn der Woche wurde das Spiel laut Lieberknecht mit deutlichen Worten aufgearbeitet: „Einige müssen noch lernen, immer wieder zu versuchen, parat zu stehen und sich auf die jeweilige Begegnung zu fokussieren. Ich bin gespannt, wie sich die Mannschaft gegen Nürnberg präsentiert.“ Der „Club“ ist für den 43-Jährigen in dieser Spielzeit einer der heißesten Aufstiegskandidaten. In der vergangenen Spielzeit waren die Nürnberger in der Relegation gegen Frankfurt knapp am Bundesligaaufstieg gescheitert: „Die Mannschaft ist einer der Topfavoriten. Mit Ausnahme von Niklas Füllkrug ist der Kader zusammengeblieben. Mit Alois Schwartz hat der Verein zudem einen Traine, der die Liga aus dem Effeff kennt.“
Während Neuzugang Christoffer Nyman gegen die Nürnberger schon mitwirken könnte, muss sich Marcel Correia noch gedulden. „Er kommt immer mehr aus dem Trainings- in den Wettkampfmodus, allerdings wird er noch eine Weile brauchen. Die Zeit werden wir ihm geben“, so Lieberknecht, der gerne noch einen dritten Torhüter verpflichten würde: „Wir wussten, dass wir Jasmin Fejzic nach dem Abgang von Rafal Gikiewicz als Nummer eins vertrauen können. Auch mit Marcel Engelhardt sind wir sehr zufrieden. Trotzdem halten wir Augen und Ohren offen, um möglicherweise noch einen Keeper zu holen.“
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