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„Kein Duell auf Augenhöhe“

James Florence wird es in München unter anderem mit Malcolm Delaney und Heiko Schaffartzik zu tun bekommen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Beim FC Bayern sind die Phantoms heute (17 Uhr) klarer Außenseiter.

Von Christoph Matthies, 12.01.2014.

Braunschweig. Nicht nur im Fußball ist der FC Bayern das Maß aller Dinge, auch in der Basketball-Bundesliga stehen die Münchener an der Tabellenspitze.

Für die New Yorker Phantoms sollte es beim heutigen Hinrundenabschluss in der bayerischen Landeshauptstadt (17 Uhr) deshalb vor allem darum gehen, sich gegen den finanzstärksten Club der BBL so teuer wie möglich zu verkaufen.
Wie erwartet hat Power Forward Kenny Kadji, in der Halbzeitpause gegen Würzburg von den Phantoms freigestellt, die Reise nach München nicht mit angetreten. Am Freitag gab der Verein die vorzeitige Vertragsauflösung mit dem Kameruner bekannt. In den Kader zurückkehren wird dagegen Center Kyle Visser, der wegen einer Tätlichkeit in Berlin beim Heimsieg gegen Würzburg nur zuschauen durfte.

Vielleicht war die Visser-Sperre im Nachhinein sogar mehr Segen als Fluch, bedeutete sie doch den Durchbruch für Maurice Pluskota. Der 21-Jährige war für den Amerikaner in die Startformation gerutscht und hatte mit einer tollen Ausbeute (9 Punkte, 9 Rebounds, 3 Blocks, 2 Steals) und einer außerordentlich engagierten Vorstellung auf sich aufmerksam gemacht. „Jetzt war für Maurice die Situation da, die Chance beim Schopf zu packen, und er hat sie genutzt“, blickt Trainer Raoul Korner auf Pluskotas bisher beste BBL-Leistung zurück. Auch künftig soll der Doppellizenzler ein fester Teil der Rotation bleiben. „Er hat eine Explosivität, eine Kraft, die es ihm leichter macht, in dieser Liga zu spielen“, bescheinigt Korner dem Center gute Anlagen und hofft, ihn in Zukunft sogar auf der Position vier neben Visser einsetzen zu können. In einigen Bereichen, etwa beim Wurf oder der Beinarbeit, habe Pluskota aber noch viel Arbeit vor sich.

Vor der heutigen Aufgabe im Audi-Dome hat der Phantoms-Headcoach gehörigen Respekt. „Das ist kein Duell auf Augenhöhe“, sagt der Österreicher über das Kräftemessen mit dem Titelfavoriten aus München, der zuletzt auch in der Top-16-Runde der Euroleague mit zwei Siegen aufhorchen ließ. In der Bundesliga musste das Team von Trainerlegende Svetislav Pesic jüngst dagegen eine herbe 72:87-Pleite bei Sebastian Machowskis Oldenburgern verkraften. „Bayerns Niederlage am Montag wird uns nicht in die Karten spielen“, rechnet Korner mit einem Gegner, der in der BBL Wiedergutmachung sucht und auch jenseits großer Namen wie John Bryant, Deon Thompson oder Heiko Schaffartzik über immens viel Qualität verfügt.
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