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Kampf um Playoffs und Minuten

Blieb beim Vizemeister weitgehend wirkungslos: Jermaine Anderson (links, gegen Justin Cobbs) konnte bei der 70:91-Pleite in München nicht an sein tolles Debüt anknüpfen. Foto: Eibner

Basketball-Bundesliga: Nach dem kommenden Pokal-Wochenende wird es für die Löwen ernst.

Von Christoph Matthies, 16.02.2016.

Braunschweig. Während die besten Mannschaften der Basketball-Bundesliga am kommenden Wochenende im Top-Four-Turnier in München den Pokalsieger ausspielen, haben die Löwen nach der 70:91 (29:45)-Pleite in München etwas Zeit zum Wundenlecken. In der Woche darauf steht dann nämlich die wahrscheinlich wichtigste Partie der Saison auf dem Programm.

Die Brisanz des Duells gegen Würzburg am Donnerstag kommender Woche in der Nowitzki-Stadt erschließt sich bei einem Blick auf die BBL-Tabelle: Mit einem Sieg würden die neuntplatzierten Löwen nicht nur den direkten Vergleich für sich entscheiden, sondern damit auch in der Tabelle an den Franken, derzeit punktgleich auf Rang acht, vorbeiziehen. Vorausgesetzt natürlich, die Würzburger, die zuletzt drei Partien hintereinander verloren haben, bleiben auch im heutigen Nachholspiel in Berlin sieglos.

Bis dahin haben die Löwen Zeit, Aufbauspieler Jermaine Anderson besser in das Braunschweiger Team einzubinden. Nach einem bockstarken Debüt gegen Hagen (21 Punkte, fünf Assists) erwischte der Ersatz von Derek Needham an der Isar einen rabenschwarzen Tag, erzielte nur ein Pünktchen und bereitete zwei Körbe vor. Auch Ballbewegung und Tempo blieben im Löwen-Spiel etwas auf der Strecke.

Akzente setzten andere, vor allem während der Aufholjagd im dritten Viertel, als die Gäste einen 20-Punkte-Rückstand auf sechs verkürzten. BBL-Topscorer Keaton Grant zum Beispiel, der mit 21 Zählern erneut bester Punktesammler der Löwen wurde. Aber auch der 22-jährige Robin Amaize, der in seinem 20. Bundesliga-Spiel mit neun Punkten eine persönliche Bestleistung aufstellte. „Wenn andere nicht gleichziehen, werden sie sich wundern, wie viele Minuten Robin ihnen wegnehmen wird“, machte Raoul Korner vermeintlichen Minderleistern nach der Niederlage Feuer unter dem Hintern. Nicht nur der Kampf um die Playoff-Plätze, auch das teaminterne Ringen um Spielzeit scheint also an Brisanz zuzulegen.

Zunächst aber steht das Pokalwochenende im Münchener Audi-Dome auf dem Plan. In den Halbfinals am Samstag duellieren sich zunächst Meister Bamberg und Gastgeber FC Bayern (16 Uhr), danach Berlin und Frankfurt (19 Uhr). Am Sonntag finden Spiel um Platz 3 und Finale statt.
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