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„Jumpshot bis raus zur Freiwurflinie“

Basketball: Nick Schneiders, Neuzugang der New Yorker Phantoms Braunschweig, im Interview.

Von Christoph Matthies, 28.07.2010.

Braunschweig. Der 25-jährige Nick Schneiders soll die Phantoms in der kommenden Saison am Brett verstärken. Die nB unterhielt sich mit dem 2,21-Meter-Center aus Ostwestfalen über seine Zeit am US-College, seine Stärken und Schwächen und die Entscheidung für Braunschweigs Bundesliga-Basketballer.

?Nick Schneiders, Sie haben vor ihrem Engagement in Braunschweig insgesamt fünf Jahre am US-College in South Carolina verbracht. Was nehmen Sie aus dieser Zeit mit?

!Ich habe eine neue Kultur kennengelernt, viele Freunde gefunden und natürlich mein Englisch perfektioniert. In sportlicher Hinsicht kommt meine gesamte Basketball-Ausbildung vom College. Ich hatte vorher nicht viele Grundlagen, von daher kann ich meinem College-Coach mein gesamtes Basketballwissen zuschreiben.

?Wo liegen Ihre sportlichen Stärken, und woran müssen Sie noch arbeiten?

!Ich glaube, dass ich durch meine Länge, die ich gut ausnutzen kann, ein ganz guter Defensivspieler bin. Ich bin außerdem recht fix auf den Beinen, kann also auch schnell übers Feld rennen. Allerdings muss ich noch ein bisschen an meinem Körper arbeiten, ein bisschen Gewicht zulegen. Außerdem muss ich Erfahrung sammeln: je mehr Erfahrung, desto besser.

?Und wie schätzen Sie Ihre offensiven Fähigkeiten ein?

!Ich treffe den Jumpshot bis raus zur Freiwurflinie ganz gut, da bin ich sehr sicher. Außerdem habe ich einen recht guten Hakenwurf, mit beiden Händen.

?Woran haben Sie in diesem Sommer gearbeitet?

!Ich habe versucht, so viel zu laufen, wie es geht, und bin viel Fahrrad gefahren. Basketballerisch konnte ich leider nicht so viel machen, wie ich wollte. Sobald ich in Braunschweig aufschlage, hoffe ich, dass ich sofort richtig loslegen kann.

?Warum haben Sie sich trotz anderer Angebote für Braunschweig entschieden?

!Braunschweig gefiel mir super, beispielsweise wegen der schönen Trainingshalle, die quasi ganztägig zur Verfügung steht. Die Coaches waren super, auch Geschäftsführer Olli Braun war sehr nett zu mir. Zudem ist Braunschweig ja auch eine ganz nette Stadt. Sie ist auch bloß rund zwei Stunden von zu Hause weg, sodass meine Eltern auch zu Spielen kommen können. Während meiner fünf Jahre in Amerika war das ja nicht so einfach.

?Glauben Sie, dass Sie in der Phantoms-Rotation bereits im ersten Jahr eine gute Rolle spielen können?

!Ich denke, dass ich ein guter Backup für Kyle Visser sein kann, etwas Last von seinen Schultern nehmen kann. Ich werde sicher etwas Eingewöhnungszeit brauchen. Mal schauen, wie lange das dauern wird.

?Ärgern Sie sich manchmal, dass Sie erst mit knapp 20 Jahren mit dem Basketball angefangen haben?

!Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits fragt man sich natürlich, was hätte sein können, wenn ich früher angefangen hätte. Auf der anderen Seite ist mein Körper jetzt noch nicht verbraucht. Von daher ist es also durchaus auch positiv, dass ich so spät angefangen habe.
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