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„Jeder hat Punkte liegenlassen“

Hatte einen schweren Stand gegen Karlsruhes Marvin Mehlem: Eintrachts Quirin Moll. Foto: imago

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht feiert Herbstmeisterschaft – Keine Wintertransfers geplant.

Von Elmar von Cramon, 20.12.2016.

Braunschweig. Zwar hatten Eintrachts Zweitliga-Fußballer mit dem 0:0 beim Karlsruher SC nur einen Teilerfolg erzielt, konnten sich letztlich aber über den Gewinn der Herbstmeisterschaft freuen, da beide Konkurrenten patzten: Erzrivale Hannover mühte sich beim torlosen Remis gegen Sandhausen vergeblich, der VfB Stuttgart ging in Würzburg desolat mit 0:3 baden.

„Wir freuen uns, dass wir nach so einer tollen Hinserie die Herbstmeisterschaft feiern können. Allerdings werden wir sie auch nicht als zu wichtig erachten“, erklärt Marc Arnold, der die letzte Partie in Karlsruhe als „schwieriges Spiel“ bezeichnete und mit der gezeigten Leistung nicht unbedingt zufrieden war: „Das war sicherlich unser schwächstes Auswärtsspiel.“ Dennoch sieht er die Tabellenführung vor der Winterpause als insgesamt verdient an, zumal andere Spitzenteams ebenfalls nicht gegen Punktverluste gefeit waren.
„Jeder hat irgendwo Punkte liegenlassen“, stellt der 46-Jährige klar. Für die Löwen sei es wichtig gewesen, mithalten zu können und dies auch im kommenden Jahr unter Beweis zu stellen: „Auch wenn Stuttgart und Hannover andere Möglichkeiten haben als wir, denke ich, dass wir die Rolle des Gejagten auch weiterhin annehmen können.“ Zunächst habe sich das Team mit der ungewohnten Position schwer getan. „Gegen den Tabellenführer legt jeder Gegner eine Schippe mehr drauf, damit mussten wir erst mal lernen umzugehen. Ich denke, dass dieser Prozess auch noch nicht abgeschlossen ist“, so Arnold weiter.
Auch die trotz der guten Bilanz vereinzelt aufbrandende Kritik sieht er als Teil der Entwicklung: „Insgesamt merkt man schon, dass die Fans, wie zuletzt gegen 1860 oder Bielefeld, hinter uns stehen. Auch wenn die ganz große Euphorie wie vor drei Jahren noch nicht ausgebrochen ist.“ Dieser Umstand symbolisiert für ihn jedoch lediglich ein Stück Normalität auf dem Weg der vergangenen Jahre: „Wenn man aus der Bundesliga kommt und zweimal unter den ersten zehn Teams landet, ist man kein Underdog mehr, sondern gehört zu den Topmannschaften der Liga. Daraus resultiert natürlich eine andere Erwartungshaltung als vor unserem Aufstieg 2013.“
Insgesamt habe die Mannschaft die Erwartungen der sportlichen Leitung absolut erfüllt, sodass auch weiterhin das Wort Bestand hat, im Winter keine neuen Akteure hinzuholen zu wollen: „Die vorhandenen Spieler haben für uns die 34 Punkte geholt, deshalb vertrauen wir ihnen auch weiterhin. Sollte uns jemand verlassen wollen, stellt sich die Frage, ob wir Ersatz benötigen, da wir keinen allzu großen Kader besitzen.“ Bislang sei aber noch kein Akteur auf die Verantwortlichen zugekommen.
Neben Ersatzkeeper Marcel Engelhardt konnten auch Adam Matuschyk und Philip Tietz keine Einsatzzeit verbuchen. Einmal kamen Niko Kijewski und der lange verletzte Suleiman Abdullahi zum Einsatz, während Jan Hochscheidt fünf Spiele absolvierte. Weitere „Kurzarbeiter“ waren Joseph Baffo, Hendrick Zuck, Phil Ofosu-Ayeh und Maximilian Sauer, die jeweils auf sieben Einsätze kamen.
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