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„Ja, wir gewinnen gegen Kiel“

Football: Lions empfangen am Sonnabend (19 Uhr) im Stadion die Baltic Hurricanes

Von Daniel Beutler, 12.08.2009

Braunschweig. Ein Sieg in Kiel war greifbar und sicher kein Ding der Unmöglichkeit. Doch am Ende unterlagen die Lions mit 3:13. Was vergangenes Wochenende nicht klappte, soll nun im Rückspiel am Sonnabend gelingen (Kick-off 19 Uhr): Ein Sieg gegen die Baltic Hurricanes.

Die Niederlage der Lions hat aber keine Auswirkung auf die aktuelle Tabellensituation. Wie zu erwarten war, gewann Berlin in Essen gegen die Cardinals. 10:27 hieß es am Ende aus Sicht des Aufsteigers, der damit in der Tabelle hinter den Lions bleibt.
Bei zwei weiteren Ausrutschern der Cardinals könnten sich die Lions erlauben, auch ihre beiden nächsten Spiele zu verlieren. Das ist aber keine Option für die Coaches. „Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, wie die Konstellationen sind. Für mich zählt nur, die nächsten Spiele zu gewinnen. Alles andere ist egal“, sagt Defensive Back Coach Bastian Kypke.
Das fordert auch sein Trainerkollege Dogan Özdincer. Und er weiß, was nötig ist, damit dies klappt. „Die Jungs müssen auf dem Platz explodieren. Das ist noch nicht passiert. Es fehlt uns zur Zeit der Führungsspieler im Angriff, der die Sache in die Hand nimmt. Die Jungs können ja spielen, aber es braucht immer noch jemanden, der sie anschubst, damit sie den nächsten Schritt machen“, sagt Özdincer. Gegen Kiel muss genau das passieren. Aus den Reihen der jungen Lions-Spieler muss einer heraustreten und das Heft in die Hand nehmen. Zeigen, dass er bereit ist, alles für den Sieg zu geben. Dann werden ihm die anderen folgen.
Neben diesen psychologischen Aspekten, die nur schwer beeinflusst werden können, arbeiten die Lions hart an den spielerischen Mitteln. Dreimal in dieser Woche von sieben bis 22.30 Uhr werden sich die Spieler an der Roten Wiese einfinden müssen. Training und Video-Analysen stehen dann auf dem Programm. Weil „aktuell der Wurm drin ist“, wie Özdincer sagt, halten sie die Angriffs-Spielzüge einfach: „Die Spandau Bulldogs in der 4. Liga haben solche Spielzüge.“ Aber sie können ausreichen, um gegen Kiel zu gewinnen. Das Hinspiel hat gezeigt, dass nicht viel fehlt. Der unbedingte Siegeswille macht am Ende den Unterschied.
Auch die Strafen waren ein Problem. „Wir haben den Ball bewegt und dann eine Strafe kassiert. Zu recht. Wir sind momentan nicht in der Lage, zwanzig Yards für ein First Down zu erzielen“, befindet Özdincer. Wenn sich dies im Rückspiel nicht wiederholt, glaubt der Coach fest an einen Sieg. „Ja, wir gewinnen gegen Kiel. Und gegen Berlin. Wer jetzt sagt, ich bin geisteskrank, ja dann bin ich das halt. Wir haben gute Spieler und können jeden schlagen“, sagt Özdincer im festen Glauben an „seine“ Jungs.
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