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„Individuelle Fehler abstellen“

Zweikampf: Körperlichen Einsatz muss Omar Elabdellaoui (l.) auch gegen den HSV zeigen. T.A.

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht tritt am Sonnabend zum Nordderby beim Hamburger SV an.

Von Elmar von Cramon, 28.08.2013

Noch immer muss die Mannschaft von Torsten Lieberknecht auf den ersten Punktgewinn in der 1. Fußball-Bundesliga warten. Nach guten Auftritten gegen Bremen und Dortmund folgte am Sonntag beim 0:2 gegen Frankfurt ein schwächeres Spiel.

Am Sonnabend um 15.30 Uhr folgt nun das traditionsreiche Nordderby gegen den HSV.
„Wir haben Sonntag keine gute Tagesform erreicht und insbesondere im ersten Durchgang keinen Zugriff auf das Spiel bekommen“, lautete die nüchterne Analyse von Trainer Lieberknecht nach dem Spiel gegen die Hessen. Mehr Selbstbewusstsein hätte sich der 40-Jährige von seiner Mannschaft erwartet, die bereits zu Beginn stark unter Druck gestanden hatte: „In den ersten beiden Partien haben wir uns im Aufbau anspielbereiter gezeigt, Offensivaktionen wie die von Simeon Jackson hätte ich mir außerdem öfter gewünscht“, fordert der Coach dazu auf, mutiger zu agieren und vor allem individuelle Fehler abzustellen: „Fehlerketten haben zu beiden Treffern geführt. Das 0:1 durch einen abgefälschten Schuss zu kassieren war ein besonders bitterer Moment.“
Immerhin positiv: Die Hereinnahme von Karim Bellarabi und Domi Kumbela sorgte für einen spürbaren Schub: „Ihre Präsenz hat Wirkung gezeigt und ansatzweise wurden die gefährlichen Situationen heraufbeschworen, die wir von den beiden gewöhnt sind. Man sollte sie jetzt aber nicht als alleinige Heilsbringer ansehen. Die Saison ist lang, und wir brauchen jeden einzelnen Spieler.“
Mit den positiven Eindrücken will Lieberknecht die Reise nach Hamburg antreten, wo momentan Katerstimmung herrscht: „Das Gesamtbild ist beim HSV momentan nicht positiv, Unruhe könnte die Mannschaft aber auch zusammenschweißen“, gibt sich der Ex-Profi vorsichtig und freut sich über die Tatsache, dass erneut mehrere Tausend Eintracht-Fans ihre Mannschaft begleiten werden: „Die Spieler brauchen diese Unterstützung, auch wenn es mal nicht so gut läuft.“
Bitter ist der Ausfall von Marcel Correia, der sich gegen Frankfurt nach 20 Minuten eine Muskelsehnenverletzung zugezogen hatte und nun rund vier Wochen pausieren muss: „Cello bringt eine wahnsinnig gute Qualität mit, sein Verlust schmerzt.“ Auch Gianluca Korte und Matthias Henn (beide Trainingsrückstand) werden die Reise nach Hamburg nicht mit antreten können. „Eher unwahrscheinlich“ ist laut Lieberknecht eine Verstärkung für den Defensivbereich bis zum Transferschluss am kommenden Montag: „Wir können nicht mal eben 1,5 Millionen Euro für einen neuen Spieler hinblättern.“
Unterdessen möchte Zweitligist Sandhausen noch immer Mittelfeldmann Björn Kluft an den Hardtwald lotsen: „Die Tendenz geht zu einer Ausleihe“, bestätigt Lieberknecht.
Weitere Reisen stehen für Omar Elabdellaoui und Simeon Jackson nach der Sonnabend-Partie auf dem Kalender: Der Norweger reist nach Oslo zu den beiden WM-Qualifikationsspielen seines Heimatlandes gegen Zypern (6. September) und die Schweiz (10. September), während Jackson mit Kanada ein Trainingslager in Spanien bezieht, wo in Valencia am 8. und 10. September gegen Mauretanien getestet wird.
Petkovic (Davari) - Reichel, Dogan, Bicakcic, Elabdellaoui - Theuerkauf (Caligiuri) - Boland (Hochscheidt), Kratz, Bellarabi - Kumbela, Kruppke.
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