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„In Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsrängen“

Laufduell zwischen Eintrachts Domi Kumbela und Lars Stindl (Hannover 96). Foto: Susanne Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht hat letzten Tabellenplatz verlassen

Von Elmar von Cramon,13.11.2013.

Braunschweig. Ein enormer medialer Fokus lag in der vergangenen Woche auf dem Fußball-Niedersachsenderby zwischen Eintracht und Hannover 96.

Nachdem der Aufsteiger mit dem torlosen Remis einen Achtungserfolg verbuchen konnte, geht es nun wieder ruhiger zu, was auch bedingt durch die Länderspiele am anstehenden spielfreien Wochenende liegt.
„Rein sportlich können wir sehr gut damit leben, in diesem Spiel als Aufsteiger einen Auswärtspunkt geholt zu haben. Solche medialen Rahmenbedingungen hatten wir vorher schließlich noch nicht durchgemacht“, ist Marc Arnold zufrieden. Der sportliche Leiter des Vereins kritisiert allerdings den vor der Partie seiner Meinung nach unangemessen hohen Anteil an Sensationsberichterstattung bezüglich der Rivalität beider Teams: „Beide Vereine haben im Vorfeld alles unternommen, um die Stimmung zu beruhigen. Trotzdem wurde vieles unnötig aufgebauscht, sodass der Eindruck entstehen konnte, dass ein Worst-Case-Szenario bevorsteht.“ Analog zu Aussagen der Polizei, die trotz einzelner Vorfälle zufrieden mit dem Einsatz war, bezeichnet der 43-Jährige den Ablauf als „in Ordnung“. Er kritisiert aber das massenhafte Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion: „Das hat nichts mit Fußball zu tun, so was lehnen wir in Gänze ab.“
Sportlich brachte die Partie dem Aufsteiger dann einen wertvollen Zähler, der den Nebeneffekt hatte, dass Eintracht erstmals seit Wochen den letzten Tabellenplatz verlassen konnte: „Wir sind im Abstiegskampf, was für uns aber nicht überraschend kommt. Wichtig ist jedoch, dass wir mitten im Geschehen sind und Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsrängen besitzen.“
Die Pause nutzte der Verein gestern zu einem Testspiel des Förderteams gegen den NOFV-Oberligisten SSV Markranstädt (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Die Mannschaft, zusammengesetzt aus Akteuren der U17, U19, U23 und einigen Profis, soll talentierten Nachwuchskräften des Vereins die Gelegenheit bieten, auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem werden Rekonvaleszenten wie Marcel Correia wieder an die Wettkampfbelastung herangeführt. Der Innenverteidiger könnte somit in absehbarer Zeit wieder eine personelle Alternative darstellen. Kevin Kratz und Karim Bellarabi, die vor dem Derby kurzfristig ausgefallen waren, sollen die Zeit vor dem nächsten Heimspiel gegen Freiburg nutzen, um fit zu werden: „Ich rechne damit, dass beide wieder zur Verfügung stehen“, so Arnold. Noch kein Thema sind für die Partie gegen die Badener Ken Reichel (Innenbandriss), Marjan Petkovic und Jan Hochscheidt (beide Reha).
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