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„In erster Linie wollen alle spielen“

Die Initiative „Eintracht kickt“ vermittelt Kindern und Jugendlichen Spaß an „König Fußball“.

Von Christoph Matthies, 21.11.2010.

Braunschweig. „Bleibt auf einer Höhe!“, ruft Frank Gunkel den 14 Jungs zu, die sich gerade mittels variantenreicher Laufeinheiten aufwärmen. Klar, Disziplin ist beim Fußball wichtig, sonst geht auch die simpelste Viererkette schief. Doch das Aufwärmen ist eher notwendige Pflicht. Man merkt: Die Jungs sind heiß auf das runde Leder.

Kinder und Jugendliche der Jugendzentren Heidberg und Roxy (Südstadt) treffen sich seit Anfang Oktober alle zwei Wochen immer Donnerstags um 15.30 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums Heidberg. Unter Aufsicht des erfahrenen Fußballtrainers Gunkel, der sonst die U13 der Eintracht ausbildet, regiert dann für eineinhalb Stunden „König Fußball“.
Zwischen neun und 16 Jahre alt sind die Heranwachsenden, die sichtlich Spaß an der Bewegung mit dem Ball haben. „Der Altersunterschied macht ein normales Training schwierig. Man möchte die Älteren ja nicht unterfordern, die Jüngeren aber auch nicht überfordern“, kann Gunkel aus Erfahrung sagen, liefert aber auch gleich die Lösung des Problems: „In erster Linie wollen alle natürlich spielen.“ Und so geht es nach dem Aufwärmen und kurzer Vorbereitung mit dem Ball auch schon los: Drei Mannschaften, fünf gegen fünf, Hin- und Rückspiel.
Zwar sind fußballerische Kunststücke auf dem harten Hallenboden eher Mangelware, doch die engagierten Jungkicker, von denen viele bereits im Verein spielen, beweisen, dass die „Generation Playstation“ in Sachen Sport deutlich besser ist als ihr Ruf. Einige Male zappelt die Kugel im Netz, ab und zu verhindern Glanzparaden Schlimmeres. Sichtlich erschöpft und doch zufrieden machen sich die Nachwuchs-Ballacks nach insgesamt 90 Minuten auf den Heimweg. Die Initiative „Eintracht kickt“, unterstützt von Eintracht Braunschweig und Volkswagen Bank, möchte drei Jahre lang für je drei Monate mit verschiedenen Jugendklubs der Stadt zusammenarbeiten. Ab Januar wird das B58 am Bültenweg die Jugendzentren Heidberg und Roxy ablösen.
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