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In der Südstadt flogen die Fäuste

Der Braunschweiger Box-Club 72 richtete gestern die Nordwestdeutschen Meisterschaften aus.

Von Christoph Matthies, 28.11.2010.


Braunschweig. Immer wieder landen harte Treffer auf dem muskulösen Körper des Gegners, bis ein gezielter Aufwärtshaken den Koloss zu Boden schickt – und den Kampf auf diese Weise spektakulär beendet.

Gleich drei Siege nach K.o. konnten die rund 100 Zuschauer am gestrigen Nachmittag in der Naumburghalle (Südstadt) begutachten, und auch die sieben weiteren Boxkämpfe in der Vorrunde der Nordwestdeutschen Meisterschaften hatten es in sich. „Die Region Braunschweig war einmal eine Boxhochburg. Da wollen wir wieder hin“, gibt Michael Rasehorn, Präsident des Box-Clubs 72, die Richtung vor. Erstmals richtete der traditionsreiche Verein einen Wettkampf dieser Größe aus, zum 40-jährigen Bestehen im Jahr 2012 sollen es dann vielleicht sogar die Deutschen Meisterschaften sein.
Während für die Braunschweiger Boxsportler organisatorisch schon alles rund lief, blieben sportlich noch Wünsche offen: Alan Kantimirov, 19-jähriger Hoffnungsträger des BC 72 in der Gewichtsklasse bis 56 Kg, musste sich gleich im ersten Kampf seinem Gegenüber vom BC Verden geschlagen geben – die Endrunde ab 19 Uhr fand somit ohne Braunschweiger Beteiligung statt. „Das war ein guter Gegner. Ich brauche einfach noch mehr Erfahrung, noch mehr Kämpfe“, ließ der sympathische Russe nach der Niederlage den Kopf nicht hängen. Ähnlich sah es Cheftrainer Thomas Meyer: „Wichtiger als der Sieg war, dass Alan Wettkampfpraxis bekommt.“ Aufgrund von Verletzungen und Problemen mit seiner Aufenthaltsgenehmigung konnte Kantimirov in diesem Jahr nur drei Kämpfe absolvieren.
Ab dem 18. Dezember starten die besten Boxer der Region gemeinsam als Löwen-Box-Team in der 3. Bundesliga.
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