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In der Kabine wurde es laut

Auch wenn Trainer Raoul Korner skeptisch schaut: Dru Joyce (M.) machte ein tolles Spiel. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen bezwingen die Riesen Ludwigsburg mit 82:78 (35:45).

Von Christoph Matthies, 13.12.2014.

Braunschweig. Nicht nur den Spielern war die Erleichterung anzumerken, als gestern endlich die Schlusssirene ertönte. Nach einem harten Kampf in der Volkswagenhalle hieß es am Ende 82:78 (35:45) für die Basketball-Löwen.

Mit Dru Joyce und Trent Lockett gab es gleich zwei Matchwinner: 50 Punkte hatte das Guard-Duo der Löwen am Ende erzielt. Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste aus Ludwigsburg, die nach vier Minuten durch Freiwürfe von Michael Stockton auf 13:7 davonzogen. Der Point Guard, Sohn von NBA-Legende John Stockton, fand nicht nur das Netz, sondern auch seine Mitspieler. Und da hatten die Riesen weitere Größen in ihren Reihen. Coby Karl etwa oder Jon Brockman, die zusammen fast 200 NBA-Partien auf dem Buckel haben.

Die Löwen kamen schon bald wieder heran, am Ende des ersten Viertels stand es 22:23. Im zweiten Abschnitt setzten sich die Ludwigsburger dann aber deutlicher ab, in der 17. Minute erzielte Center Brockman das 43:29 für die in Schwarz-Gelb spielenden Gäste. „Da wurde es hässlich“, beschrieb Löwen-Coach Raoul Korner diese Phase der Partie. Bis zwei Minuten vor der Pause gelang es nur Dru Joyce, der sich in Allstar-Form präsentierte, Punkte für Braunschweig zu erzielen. Er war der einzige Löwe, der in diesem Viertel einen Wurf aus dem Feld traf. „In der Kabine wurde es schon etwas laut, um Energie in das Team zu bringen“, erzählte Korner später vom eher ungemütlichen Pausentee. Doch die Ansprache zeigte Wirkung, die Löwen kamen mit einer kämpferischen Einstellung zurück und arbeiteten sich langsam, aber bestimmt an die Gäste heran.

Ausgerechnet Tim Abromaitis, dem bis dahin gar nichts gelungen war, brachte die Löwen in der 33. Minute per Dreier erstmals in Führung (61:58) und „brach das Eis“, wie es Korner später auf den Punkt brachte. Satte 31 Punkte erzielten die Löwen im Schlussviertel, davon sechs Dreier – eine ungeahnte Offensiv-Power, die den Ludwigsburgern die Luft zum Atmen nahm. Und bei den Löwen und ihren 2103 Zuschauern? Da merkte man ganz viel Erleichterung über den Heimsieg, der in der Tabelle Platz zwölf bedeutet.

Für die Löwen punkteten: Joyce 27, Lockett 23, McElroy 10, Allen 9, Abromaitis 7, Adler 3, Visser 2, Gertz 1.
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