Anzeige

„In der Crunchtime blühe ich richtig auf“

Interview mit Phantoms-Aufbau Miah Davis.

Von Christoph Matthies, 16.09.2012

Braunschweig. Point Guard Miah Davis wird in der kommenden Saison das Spiel der Phantoms-Basketballer dirigieren. Der 31-Jährige sieht sich selbst als „Floor General“, der zuerst seine Mitspieler sucht, im Zweifelsfall aber auch selbst punkten kann. Der nB stand der Ruhe ausstrahlende US-Neuzugang im Interview Rede und Antwort.

?Im Jahr 2008 führten Sie die Baskets Bonn mit tollen Playoff-Leistungen bis ins Finale. Unvergessen ist Ihr Korbleger in der letzten Sekunde zum Sieg gegen die Artland Dragons im Viertelfinale ...

!Schon als ich jung war, wurde ich immer als der Spieler gesehen, der den letzten Wurf nehmen oder aber in dieser Situation einen guten Wurf für andere kreieren soll. Ich liebe das vierte Viertel, und die letzten sechs Minuten sind für mich einfach atemberaubend. In der Crunchtime zeigt sich, aus welchem Holz ein Sportler geschnitzt ist, und ich liebe das. In diesen Momenten blühe ich richtig auf.

?Mit Dennis Schröder steht Ihnen ein 18-jähriger, unheimlich talentierter Aufbauspieler zur Seite. Stehen Sie in einem richtigen Wettbewerb um Minuten, oder kann man sich das eher wie ein Lehrer/Schüler-Verhältnis vorstellen?

!Es ist beides. Im Trainingslager haben wir uns ein Zimmer geteilt und uns besser kennengelernt. Ich glaube, wir haben ein ziemlich gutes Verhältnis. Auf dem Feld mag ich seine Aggressivität, die auch mich besser macht. Ich hoffe, dass er einige Dinge von mir lernen kann. Dasselbe gilt aber auch umgekehrt. Auch wenn er jung ist, man kann immer etwas von jemandem lernen. Es ist toll, jeden Tag im Training auf der gleichen Position gegen ihn anzutreten.

?Glauben Sie, dass er eine große Zukunft vor sich hat?

!Er ist sehr talentiert, und er ist vielen anderen 18-Jährigen, die ich gesehen habe, um einiges voraus. Egal wo er hingehen wird, er hat eine strahlende BasketballZukunft vor sich. Ich trainiere jeden Tag mit ihm, und er zeigt immer wieder Zeichen von wahrer Größe. Er muss nur weiter an sich arbeiten, das ist wichtig.

?War Headcoach Kostas Flevarakis, unter dem Sie bereits einige Spiele in Griechenland bestritten haben, eigentlich ein Grund für Sie, nach Braunschweig zu wechseln?

!Ich habe schon für ihn gespielt, und ich mochte seine Systeme, seine Art, wie er coacht, sein Feuer für den Basketball und seinen Einsatz, um Spiele zu gewinnen. So war es eine einfache Entscheidung für mich, nach Braunschweig zu wechseln. Ich mag aber auch das Land: Das Wetter erinnert mich an meine Heimatstadt Seattle, und Deutschland ist ein guter Ort für meine Familie.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.