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„In den Playoffs etablieren“

New Yorker Phantoms: Interview mit Geschäftsführer Norbert Rüscher.

Von Christoph Matthies, 13.06.2010.

Braunschweig. Nach dem Halbfinal-Aus der New Yorker Phantoms gegen Bamberg laufen die Planungen für die bevorstehende Saison der Basketball-Bundesliga bereits auf Hochtouren. Die nB unterhielt sich mit Norbert Rüscher, dem kaufmännischen Geschäftsführer der Phantoms.

?Herr Rüscher, in der vergangenen Saison gelang es, den Zuschauerschnitt um über 40 Prozent zu erhöhen. Sind dadurch in der kommenden Spielzeit größere Sprünge möglich?

!Bereits die Verstärkungen im Laufe der vergangenen Saison, etwa die Weiterverpflichtung von Brandon Thomas, waren nur möglich, weil wir davon ausgegangen sind, dass die positive Zuschauerentwicklung bis Saisonende anhält. Da gibt es also einen direkten Zusammenhang: Mehreinnahmen durch Zuschauer, von denen der Sport profitiert. Wir versuchen nun, unseren Personaletat um 20 Prozent aufzustocken.

?Und wie soll diese Steigerung des Etats erreicht werden?

!Wir haben bereits einige neue Sponsoren auf der Liste, mit mehreren sind wir schon dabei, neue Verträge auszuhandeln. Insofern hat sich die gute Saison schon positiv ausgewirkt. Außerdem gibt es viele Partner, deren Verträge jetzt enden und die bereits ein weiteres Engagement zugesagt haben. Weiterhin überlegen wir, ob wir die finanzielle Einstiegsschwelle für potentielle Sponsoren senken, um weitere Interessenten, gerade kleinere mittelständische Unternehmen, mit ins Boot zu holen. Auch über eine Erhöhung der Eintrittspreise denken wir nach.

?Was sicherlich eine unpopuläre Maßnahme wäre...

!Wir haben drei Jahre lang die Preise konstant gehalten, davor waren sie sogar gesenkt worden. Deshalb könnten wir jetzt eine moderate Erhöhung umsetzen. Gerade wenn wir das Team der Vorsaison halten wollen, müssen wir investieren, und daran müssen wir auch die Zuschauer beteiligen. Unsere Kategorien drei bis fünf liegen noch weit unter dem Ligaschnitt. In Bamberg etwa zahlt man für einen Stehplatz hinter dem Korb 22 Euro, dafür gibt es in Braunschweig einen guten Sitzplatz der Kategorie drei.

?Wie realistisch ist es, einen absoluten Leistungsträger wie Marcus Goree halten zu können?

!Marcus Goree kommt eigentlich nur in Frage, wenn irgendwer noch Mittel zur Verfügung stellt, um ihn zu verpflichten. Für das monatliche Gehalt, das wir in der vergangenen Saison für ihn bezahlt haben, werden wir ihn zukünftig sicher nicht bekommen. Wir hätten Marcus sehr gern in der Mannschaft, aber er muss finanzierbar sein. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch.

?Vor sieben Jahren kam nach dem Playoff-Halbfinale die sportliche Talfahrt. Warum wird es nächste Saison anders laufen?

!Man kann es nicht garantieren, aber die Rahmenbedingungen sind heute ganz andere. Wir haben ein überschaubares Risiko und viel Handlungsspielraum, weil wir keine Altlasten haben. Unser Ziel ist es, den Braunschweiger Basketball auf Dauer in den Playoffs zu etablieren.
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