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„Im Training werde ich weiter alles geben“

Steuerte beim 1:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum die Vorlage zum Siegtreffer bei und gewann 15 Zweikämpfe. Eintrachts Mads Hvilsom. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Mads Hvilsom feiert Startelfdebüt im Stadion.

Von Elmar von Cramon, 01.12.2015.

Braunschweig. Mit den Spuren seines Einsatzwillens auf der Spielkleidung stand Mads Hvilsom den Journalisten nach der Partie gegen den VfL Bochum Rede und Antwort. Neben fast 13 zurückgelegten Laufkilometern beim 1:0-Sieg seiner Mannschaft am Freitagabend hatte er auch die Vorlage zum Siegtreffer beigesteuert: Kurz vor der Pause setzte er sich nach einem Einwurf von Phil Ofosu-Ayeh gegen seinen Gegenspieler Felix Bastians durch und bediente von der Grundlinie aus den zentral lauernden Salim Khelifi, der zum „Tor des Tages“ vollendete.

„Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer mit guten Chancen auf beiden Seiten. Giki war unser Held und hat uns mit dem gehaltenen Elfmeter die drei Punkte gerettet. Ich bin glücklich, Teil dieses Erfolges sein zu dürfen“, freute sich der Däne und lobte Matchwinner Rafal Gikiewicz. Seine 15 gewonnene Zweikämpfe bedeuteten an diesem Abend den zweitbesten Wert aller Eintracht-Akteure, lediglich Nik Omladic, der 19 Duelle für sich entschied, war noch einen Tick besser.
Lange hatte es gedauert, bis Torsten Lieberknecht den 23-Jährigen mit einem Startelfeinsatz vor heimischem Publikum belohnte: „Er hat sich im Abschlusstraining sehr zielstrebig gezeigt, war im Spiel extrem viel unterwegs und hat alle seine Aufgaben super umgesetzt“, lobte der Coach, während Hvilsom sich nach der Partie bescheiden und selbstkritisch gab: „Ich hatte einige Ballverluste, die ich beim nächsten Mal versuchen werde, abzustellen.“
In den ersten Monaten als Neu-Löwe tat sich der Stürmer schwer: Obwohl er für seinen Ex-Club Hobro IK in der Vorsaison in 33 Spielen 16 Treffer erzielt hatte, konnte er in Braunschweig nur wenig Einsatzzeit verbuchen und tat sich mit der Umstellung dementsprechend schwer. Die Unterschiede zu Hobro macht der ehemalige dänische Juniorennationalspieler an mehreren Faktoren fest: „Alles ist hier eine Nummer größer als in Dänemark, wo zu den Spielen deutlich weniger Zuschauer kommen. Auch das Spiel an sich ist wesentlich schneller und physischer, die Abwehrspieler cleverer und schneller.“
Auch das Training bei den Blau-Gelben ist intensiver als er es bis zum Sommer gewohnt war, schlechte Leistungen im Übungsbetrieb sind nicht drin: „Gibst du im Training nicht 100 Prozent, bist du beim nächsten Spiel nicht im Kader“, weiß Hvilsom, der sich über vier Tore in drei Einsätzen für die U23 Selbstvertrauen holte.
Bei der Eingewöhnung in Braunschweig half dem 23-Jährigen die Anwesenheit von Landsmann Emil Berggreen, mit dem er schon für Hobro IK auf Torejagd ging: „Dass Emil bereits hier spielte, hat mir am Anfang sehr geholfen“, so Hvilsom, der mit seinem Teamkollegen nach Ankunft in der Löwenstadt einen Monat lang zusammenwohnte. Die Tatsache, dass die Landsleute auch gleichzeitig Konkurrenten im Kampf um einen Stammplatz sind, spielt dabei keine Rolle: „Unglücklicherweise streiten wir uns um dieselbe Position, trotzdem sind wir gute Freunde.“ Unterdessen hofft er, bis zur Winterpause auf weitere Einsatzzeit: „Ich werde mich weiter reinhängen und im Training alles geben.“
Mannschaft: Gikiewicz (1) - Reichel (3,5), Decarli (2,5), Baffo (3) - Zuck (4), Matuschyk (3,5), Omladic (2), Ofosu-Ayeh (2,5) - Holtmann (3,5), Khelifi (2,5) - Hvilsom (3).
Eingewechselt: 83. Sauer für Khelifi; 90. Boland für Holtmann.
Tor: 1:0 (41.) Khelifi (Hvilsom).
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