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„Im Offensivbereich verbessert zeigen“

Behauptet den Ball: Eintrachts Onel Hernandez gegen Cauly Oliveira Souza (MSV). Foto: Krause

Fußball: Eintracht hofft gegen Bochum auf dritten Saisonsieg – Personalsituation entspannt sich.

Von Elmar von Cramon, 17.10.2017.

Braunschweig. Das 0:0 beim MSV Duisburg war nicht der erhoffte Befreiungsschlag, den Eintrachts Zweitliga-Fußballer nach zwei Niederlagen in Folge landen wollten. Trotzdem stand am Ende ein verdienter Auswärtspunkt, der zumindest den Abstand zur Abstiegszone größer werden ließ. Um jedoch eine Trendwende einzuleiten, soll am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den VfL Bochum endlich wieder ein dreifacher Punktgewinn her.

„Grundsätzlich hätten wir das Spiel in Duisburg gern gewonnen“, erklärt Marc Arnold, der mit der Hintermannschaft weitestgehend zufrieden war, vorn aber die zündenden Ideen vermisste: „Wir standen in der Defensive sehr gut, haben wenig zugelassen und versucht, uns herauszukombinieren, anstatt lange Bälle zu spielen. Leider ist es uns im Offensivbereich nicht gelungen, überraschende Momente zu kreieren.“
Dass solche Augenblicke fehlten, macht der 47-Jährige dabei an Nuancen fest: „Mal kommt ein Abspiel zu spät, oder ist zu ungenau. Solche Kleinigkeiten sind in diesem Bereich jedoch ausschlaggebend.“
Eine positive Nachricht war die Rückkehr von zwei Langzeitverletzten: Steve Breitkreuz lieferte in der Startelf eine tadellose Vorstellung ab, auch Hendrick Zuck führte sich nach seiner Einwechslung gut ein, auch wenn er eine gute Freistoßchance nicht nutzen konnte. „Steve hat seine Sache ordentlich gemacht, auch Zucki hat schnell in die Partie hineingefunden“, sagt Arnold und hofft, dass die sich langsam entspannende Personalsituation für größere Variabilität sorgt: „Mit Max Sauer, Salim Khelifi und Patrick Schönfeld kehren weitere Akteure zurück.“ Dass Letzterer in Duisburg noch nicht im Aufgebot stand, bezeichnet er angesichts dessen langer Pause als „reine Vorsichtsmaßnahme“. Voraussichtlich bis zum Winter werden allerdings Domi Kumbela (Haarriss im Fuß) und Mirko Boland (Innenbandriss im Knie) fehlen.
Am kommenden Samstag soll gegen den VfL Bochum unbedingt ein Sieg glücken, auch wenn die Westfalen nach der Entlassung von Ismail Atalan unter Interimscoach Jens Rasiejewski gegen Sandhausen ein Erfolgserlebnis feiern konnten. „In einer schwierigen Situation haben sie 2:0 gewonnen, das sorgt sicherlich für Selbstvertrauen“, weiß Arnold. Ein neuer Chefcoach soll dort zwar erst kommende Woche vorgestellt werden, trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass dies früher passiert und die Löwen wie schon so oft gegen eine Mannschaft mit neuem Coach antreten müssen. Aus diesem Grund will der sportliche Leiter der Blau-Gelben den Fokus lieber auf die eigene Mannschaft und deren Spielweise richten: „Wir haben in dieser Saison oft geführt und dann trotzdem nur einen Punkt geholt oder verloren. Wichtig ist deshalb, dass wir uns im Offensivbereich verbessert zeigen.“
Die mangelnde Chancenverwertung ist laut Arnold ein Hauptgrund für die eher magere Bilanz von nur zwölf Punkten in zehn Begegnungen: „Trotz häufiger Führung stand am Ende oft ein Remis. So haben wir es nicht geschafft, in den nötigen „Flow“ zu kommen, was sicherlich für mehr Selbstvertrauen gesorgt hätte.“ Die Niederlagen gegen Regensburg und St. Pauli klammert er aufgrund der unglücklichen Spielverläufe mit Platzverweisen und Verletzten aber aus: „In beiden Spielen mussten wir mit außergewöhnlichen Umständen zurechtkommen.“
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