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Im Lions-Angriff klappte gestern fast gar nichts

Football: Ein kleiner Fehler entschied über die 13:14-Niederlage.

Von Daniel Beutler, 18.05.2014.

So dicht liegen Jubel und Frust zusammen. Gestern Abend verloren die American Footballer der New Yorker Lions mit 13:14 gegen die Vienna Vikings in ihrem zweiten und letzten Gruppenspiel des europäischen „BIG6“-Wettbewerbs, in dem die sechs besten Mannschaften Europas antreten.

Die 3892 Zuschauer im Eintracht-Stadion erlebten dabei eine Abwehrschlacht, die in der letzten Minute entschieden wurde. In einem Schlussspurt schafften die Lions zwar erst das scheinbar Unmögliche, nur um dann im Freudentaumel mit ansehen zu müssen, wie ein Extrapunktversuch das Spiel entschied und die Finalteilnahme der Lions ungewiss werden lässt.

Mit 7:14 lagen die New Yorker Lions gegen die Vikings hinten, knapp eine Minute noch zu spielen, da offenbarte sich die große Chance auf den Ausgleich wie aus dem Nichts. Die Lions schafften es, den Vikings-Angriff, der kurz zuvor punktete und mittlerweile wieder in Ballbesitz war, zu stoppen. Ein meisterhafter Auftritt der Abwehr Sekunden vor dem Abpfiff. Und dann kam Runningback David McCants, der den erzwungenen Punt der Vikings über 67 Yards bis in die Endzone der Gäste zurücktrug. Das Stadion tobte. Und dann: Extrapunktversuch, eigentlich nicht der Rede wert, gestern aber Zünglein an der Waage. Ein kleiner Fehler im Ablauf, das Timing war weg, und die Wiener blockten den Versuch von Kicker Tobias Goebel, das Leder-Ei aus 23 Yards durch die Torstangen zu schießen. Die Vikings jubelnd, die Lions niedergeschmettert.

Ein Remis, das allerdings schon fast schmeichelhaft für die Lions gewesen wäre. Im Lions-Angriff lief fast gar nichts! Die Offense verkroch sich die meiste Zeit in ihrem Schneckenhaus. Kein Mut, keine Power, dazu Fehler und ein Passspiel, das man mit Wohlwollen als schwach beschreiben kann. Wenn sie doch mal herauslugen wollten aus ihrer Komfortzone, stand da die starke Vikings-Abwehr, die es verstand, das Laufspiel der Lions zu stoppen und Quarterback James Peterson unter Druck zu setzen. Die Punkte zum 7:7 von McCants machten immerhin etwas Mut. Irgendwie könnte es doch klappen.
Das Momentum war jedoch aufseiten der Gäste. Deren Angriff strahlte mehr Gefahr aus. Variantenreich und mit einem starken Laufspiel forderten sie die Lions-Abwehr stets heraus. Die war meist zur Stelle, nicht selten mit dem gewissen Boom-Faktor. Die beiden einzigen Fehler nutzen die Vikings aber gnadenlos aus. Und das reichte gestern.

Die Entscheidung über den Finaleinzug fällt jetzt im letzten Gruppenspiel zwischen Dresden und Wien am 15. Juni.

Punkte:

1. Viertel: 0:7 18-Yard-Touchdownpass von Christoph Gross auf Dominik Bubik; 2. Viertel: 7:7 Pass von James Peterson auf Runningback David McCants, der aus 18 Yards ausgleicht
4. Viertel: 7:14 40-Yard-Pass von Gross auf Bubik; 13:14 Punt-Return von McCants über 67 Yards.
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