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Im Kampf mit dem Stechpaddel

32 Mannschaften traten im Hafen gegeneinander an – Kälte und Wind sorgten für rote Nase

Von Birgit Leute

Braunschweig. Wind Nord-Ost, Startbahn vier: Rund 10 000 Besucher verfolgten am Sonntag das
1. Braunschweiger Drachenbootrennen im Hafen.
32 Mannschaften paddelten um die Wette, auch Medienpartner nB war dabei.

T-Shirt und Badehose oder Fleecejacke und Schal? Bei anfänglich strahlendem Sonnenschein, aber gefühlten fünf Grad, war die Antwort auf die Frage am Morgen nicht leicht, was denn am zweckmäßigsten für den zehnminütigen Trip auf dem Kanal sei. Wie gut, dass Steuermann Karsten Haseloff vom Ausrichter Dragonboats Berlin Bescheid wusste: „Wenn ihr loslegt, fangt ihr ganz schnell an zu schwitzen, deshalb runter mit dem Zeug“, lautete die strenge Order. Na gut – also ab in die schwankende Nussschale, Zähne zusammenbeißen und das Stechpaddel in die Hand genommen.
Der Profi hatte Recht: Wenige Minuten nach dem Startschuss ist von der Kälte nichts mehr zu spüren, beim Zieleinlauf hängt den 16 Paddlern die Zunge aus dem Hals. Vorletzter Platz. Haseloff spart nicht mit Kritik: „Beim Drachenbootrennen kommt es nicht auf Kraft an, sondern auf den Gleichschlag, merkt euch datt“, rümpft er die Nase über das Chaos im nB-Team und gibt gleich ein Stück chinesischer Philosophie mit auf den Weg. Zugegeben: Beim 1. Braunschweiger Drachenbootrennen trennte sich ganz schnell die Spreu vom Weizen, aber Hans-Joachim Jäger, Vorstandsmitglied vom Mitveranstalter Braunschweiger Baugenossenschaft, sprach am Ende das aus, was alle dachten: „Dabei sein ist alles.“
Und wer wollte bei dem Spektakel im Hafen nicht dabei sein? Spieler der New Yorker Phantoms drängten sich ebenso in den 13 Meter langen Booten wie die kantigen Kerle der Braunschweig Lions oder Angestellte von Volkswagen und New Yorker. „Der Zuspruch auf unseren Aufruf war phantastisch“, erinnert sich Peter Eigner, Geschäftsführer von XXXL Möma und zweiter Veranstalter, an die Vorlaufphase. Wirtschaftsdezernent Joachim Roth hatte als Aufsichtsratsvorsitzender der Hafenbetriebsgesellschaft dafür gesorgt, dass der Wettkampfort schnell gefunden war. Eigner: „Eine tolle Kooperation.“
Damit den rund 10 000 Besuchern nicht langweilig wurde, hatten die Organisatoren für Abwechslung gesorgt. Die Pop-Cover-Band „krôl‘s legacy“ heizte auf der Bühne ein, DJ Hightower legte Partymusik auf und für die Kleinen gab es eine Spielecke.
„Schade, dass am Nachmittag der Regen kam“, bedauerte BBG-Vorstandsmitglied Rolf Kalleicher den einzigen Wermutstropfen der Veranstaltung. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft: „Im kommenden Jahr wird es wieder ein Drachenbootrennen geben.“
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