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Im dritten Viertel verlieren die Löwen den Anschluss

Carlton Guyton zeigte in Oldenburg mit 16 Punkten seine beste Offensivleistung. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Trotz verbesserter Leistung unterliegt Braunschweig in Oldenburg mit 59:79.

Von Christoph Matthies, 29.10.2016.

Braunschweig. Das Bundesliga-Derby in Oldenburg ging auch in diesem Jahr an die Basketballer von der Hunte. Trotz der am Ende deutlichen 59:79-Niederlage der Löwen beim Niedersachsen-Rivalen gab es bei den Löwen aber auch etwas Positives zu vermerken.

Zu Beginn sah alles nach einem richtigen Debakel aus. Die 3:0-Führung durch Nico Simon konterten die Gastgeber mit einer 18:2-Serie, so dass es nach sechseinhalb Minuten beim Stand von 18:5 nach einer deutlichen Packung roch. Oldenburgs US-Center Brian Qvale hatte bis dahin in der Löwen-Defense gewildert wie ein Fuchs im Hühnerstall, die Braunschweiger Center Jannik Freese, der erstmals gestartet war, und Geoffrey Groselle ganz alt und langsam aussehen lassen. Nach dem ersten Viertel, in dem Qvale zwölf seiner 19 Punkte (Team-Bestleistung) erzielte, bekamen die Gäste den agilen Big Man dann besser in den Griff.

Ein gutes Zeichen war, dass das Team von Trainer Frank Menz sich von der früheren Dominanz der Hausherren nicht entmutigen ließ. Unterstützt von einer giftigen Verteidigung, die erstmals in dieser Saison auch zahlreiche Ballgewinne verbuchte, starteten die Löwen eine eigene Serie und kamen zurück ins Spiel. Mit dem 16:20-Rückstand nach zehn Minuten konnten sie durchaus leben.

Mit Vier-Punkte-Rückstand (30:34) ging es auch in die Halbzeitpause. Am besten dagegengehalten hatte bis dahin Carlton Guyton, der seinen Aufwärtstrend mit 16 Punkten (elf bis zur Halbzeit) fortsetzen konnte.

Ein langer Halbdistanzwurf von Nico Simon und ein Dreier von Aufbau Carlos Medlock brachte die Gäste zu Beginn des dritten Abschnitts gar in Führung. Jannik Freese traf nach 22 Minuten per Korbleger zum 37:34. Zuvor hatte der gebürtige Oldenburger in Korbnähe allerdings zu viele einfache Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Und auch die zwei von sechs Treffern an der Freiwurflinie zeugen von wenig Effizienz.

Oldenburgs Routinier Rickey Paulding (18 Punkte) nahm nun die Zügel zusehends in die Hand. Mit drei Dreiern im dritten Viertel und weiteren schönen Spielzügen, etwa einem tollen Assist auf den freistehenden Qvale, war der 34-Jährige federführend bei der entscheidenden Absetzbewegung der „Donnervögel“: 59:49 führten sie nach 30 Minuten, und jedem Braunschweiger war schmerzlich klar geworden, dass allein schon ein Anführer wie Paulding in der BBL Spiele entscheiden kann. Die Löwen verfügen über keinen auch nur ansatzweise vergleichbaren Spieler.

Wo man im letzten Viertel eine Aufholjagd erwartet hätte, brachte das Menz-Team nur noch zehn Punkte zustande. Immerhin: Guyton, der im dritten Viertel abgetaucht war, traf nun wieder. Doch es half nicht, die größere Klasse der Oldenburger, die mit dem verletzten Vaughn Duggins sogar auf einen ihrer Besten verzichten mussten, setzte sich am Ende deutlich mit 79:59 durch. Dreieinhalb Viertel lang hatten die (virusgeschwächten) Löwen dem Gegner Paroli geboten, die sechste Niederlage in Folge verhinderte dies aber nicht.

Für die Löwen punkteten: Guyton 16, Medlock 13, Groselle 8, Freese 8, Simon 5, Pierre 4, Theis 3, Figge 2, Klepeisz, Ebert, Schwartz.
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