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„Ich will mich weiterentwickeln“

Fußball: Eintrachts Orhan Ademi bei der U21-Nationalmannschaft der Schweiz.

Von Elmar von Cramon, 10.10.2012

Braunschweig. „Jeder Spieler hofft natürlich, dass es gut läuft. Dass wir so gut da stehen, hätte ich aber nicht erwartet“, fasst Orhan Ademi den sportlichen Verlauf seine ersten Monate als Eintracht-Profi zusammen. Der 20-Jährige war vor der Saison vom österreichischen Zweitligisten SC Rheindorf Altach zu den Blau-Gelben gewechselt und traf in acht Partien bereits dreimal.

Als Lohn folgte nun die Berufung zu einem Lehrgang der Schweizer U21-Nationalmannschaft, wo der Neu-Einträchtler mit Bundesliga-Profi François Affolter (Werder Bremen) und dem Ausnahmetalent Pajtim Kasami (FC Fulham) zusammentrifft und am Freitag gegen die deutsche U21 um das EM-Ticket kämpft.
Die Familie des Schweizers stammt ursprünglich aus dem mazedonischen Kumanovo und gehört der albanischen Volksgruppe an. Für Ademi war jedoch von Anfang an klar, dass er sich im Falle einer Berufung für sein Geburtsland entscheiden würde: „Ich fühle mich als Schweizer, weil ich dort geboren und aufgewachsen bin.“ Nach seiner Jugendzeit beim FC Au-Berneck wagte er 2008 den Sprung ins Ausland, ins nur wenige Kilometer entfernte Altach. Hier debütierte er mit 17 Jahren in der ersten Mannschaft, wurde danach aber erst mal behutsam in der Reserve aufgebaut. Schon seit der Jugendzeit hatte er sich als Torjäger ausgezeichnet, in Altach traf er besonders oft als Joker. Das hatte zur Folge, dass er häufiger als gewünscht von der Bank aus zum Einsatz kam: „Das hat mich schon ein wenig genervt, schließlich möchte jeder Spieler von Anfang an auf dem Platz stehen.“
Seine überragende Trefferquote weckte auch international Begehrlichkeiten. Die TSG Hoffenheim und der FC Bologna hätten Ademi im Sommer 2011 gern verpflichtet. Der Haken war allerdings sein laufendes Verfahren zur Erlangung der Schweizer Staatsbürgerschaft: „Ein Wohnortwechsel war währenddessen nicht erlaubt. Ich war aber nicht traurig, sondern wusste, dass meine Chance als junger Spieler noch kommt.“ Sie kam in Form von Marc Arnold und Torsten Lieberknecht, die das torgefährliche Talent von einem Wechsel nach Braunschweig überzeugen konnten: „Wir hatten sehr gute Gespräche, anschließend habe ich mich im Internet über Eintracht informiert und zugesagt.“
In Braunschweig möchte sich der „Neu-Löwe“ in allen Bereichen weiterentwickeln und mit dem Verein eine möglichst gute Platzierung erreichen: „Aktuell haben wir 23 Punkte. Holen wir noch mal so viele, haben wir uns gut in der Liga etabliert. Alles Weitere wird man sehen.“
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