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„Ich tue alles, um zu gewinnen!“

Basketball-Bundesliga: LaMarr Greer, Neuzugang der New Yorker Phantoms, im Interview.

Von Christoph Matthies, 25.08.2010.

Braunschweig. LaMarr Greer, US-Neuzugang der Phantoms mit zehn Jahren Basketball-Erfahrung in Europa, sieht sich selbst als echten Allrounder auf den kleinen Positionen. Die nB sprach mit dem 34-Jährigen über seine neue Rolle in Braunschweig.

?LaMarr Greer, laut Ihrem Spielerprofil können Sie auf den Positionen eins bis drei agieren. Wo fühlen Sie sich selbst am wohlsten?

!Ich beherrsche eigentlich alles ganz gut. Über die Karriere gesehen habe ich meistens als Point Guard agiert, aber durch meine Größe von 1,96 Meter kann ich auch die Position des Shooting Guards spielen. Und wenn ich beides gut kann, bekomme ich auch mehr Spielzeit – das ist natürlich nicht schlecht.

?Sie werden in Braunschweig also auch den Ball bringen?

!Ich habe überhaupt keine Probleme damit. Ich bin smart und schnell genug für die Aufbauposition und habe in meiner Karriere gegen viele kleinere Guards gespielt, schon am College. Mit Kevin Hamilton habe ich nach einer Woche Training bereits eine gute Chemie gefunden. Kevin ist ein wirklich guter und genau wie ich recht großer Aufbauspieler, und ich bin sicher, dass das mit uns beiden gut funktionieren wird. Durch unsere Größe im Backcourt dürften wir den anderen Teams eine Menge Probleme bereiten.

?Können wir von Ihnen trickreiche Anspiele erwarten, wie sie Heiko Schaffartzik gern gezeigt hat?

!Mir wurde früher beigebracht, den Ball auf dem einfachen Wege zum Mitspieler zu bringen und vor allem keinen Ballverlust zu produzieren. Es darf auch schon mal einfallsreich sein, aber wenn dein Mitspieler den Ball dann nicht fängt, dann ist es dein Fehler. Natürlich lieben die Fans schöne Pässe, aber noch mehr lieben sie es, wenn wir gewinnen. Und dafür tue ich alles!

?Wie punkten Sie am liebsten?

!So, wie es die Defense mir erlaubt. Wenn der Verteidiger zu weit wegsteht, nehme ich den Distanzwurf, verteidigt er mich zu eng, ziehe ich zum Korb. Und wenn ich gedoppelt werde, dann versuche ich, meine Mitspieler in Szene zu setzen. Als ich jung war wurde mir gesagt: „Wenn du alles beherrschst, wirst du immer eine Möglichkeit finden zu punkten.“

?Sind Sie ein Spieler, der gern den letzten Wurf nimmt?

!Oh ja! Das ist der einzige Moment in einem Spiel, in dem ich wirklich egoistisch bin. Ich denke immer, dass ich den letzten, den entscheidenden Wurf nehmen sollte. Wenn einer die bessere Position hat, dann spiele ich auch ab, aber ich mag es wirklich, den letzten Wurf zu nehmen. In dem Moment bin ich auch nicht nervös oder habe Angst, dass ich nicht treffe – ich will den Wurf, der Druck macht mir nichts aus.
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