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„Ich bin ein opportunistischer Angreifer“

Basketball-Bundesliga: Rich Melzer, der neue Power Forward der New Yorker Phantoms, im nB-Interview.

Von Christoph Matthies, 21.08.2011

Braunschweig. Als Nachfolger von Marcus Goree tritt Phantoms-Neuzugang Rich Melzer in große Fußstapfen. Im nB-Gespräch verriet der 2,03 Meter große Amerikaner mit deutschen Vorfahren, wie er den BBL-Basketballern helfen kann.

??Rich Melzer, Sie sind einer der Veteranen im neuen Phantoms-Team. Werden Sie mit 31 Jahren immer noch besser?

!Auf jeden Fall. Würde ich nicht merken, dass ich mich immer noch verbessere, würde ich wahrscheinlich aufhören. In den ein, zwei Jahren, in denen ich wegen Verletzungen nicht spielen konnte, habe ich zu schätzen gelernt, welche Chance mir mit dem Basketball gegeben wurde. Als ich dann zurückkam, habe ich zugesehen, so viel wie möglich daraus zu machen. Mit 30 Jahren habe ich vergangenes Jahr in Israel meine beste Profisaison gespielt.

?Zuletzt haben Sie in Israel knapp 17 Punkte pro Spiel erzielt. Sind Sie vor allem ein Scorer?

!Ich bin nicht auf diese Rolle limitiert. Es gibt auf dem Feld viel zu tun, auch wenn sich die Gelegenheit zum Punkten nicht bietet. In meinem Team in Israel war ich nicht einmal die erste Scoring-Option, das gesamte Jahr über gab es keine speziellen Spielzüge für mich. Aber ich habe Wege gefunden, die zu Punkten geführt haben, auch durch Offensivrebounds oder Steals.

?Was sind Ihre schärfsten Waffen in der Offensive?

!Ich bin ein opportunistischer Angreifer und versuche, die Schwächen meiner Gegenspieler auszunutzen. Wenn ich außen von einem großen Spieler verteidigt werde, versuche ich zum Korb zu ziehen. Wenn man mich frei stehen lässt, nehme ich den offenen Wurf. Wenn ich mich mit einem kleineren Gegenspieler konfrontiert sehe, arbeite ich mich mit dem Rücken zum Korb vor. Es geht darum, mit Köpfchen zu spielen. Und wenn sich keine gute Gelegenheit bietet, passe ich den Ball weiter und setze einen Mitspieler in Szene. Ich lege Wert auf den Extra-Pass und darauf, ein guter Teamspieler zu sein.

?Sind Sie auch von der Dreierlinie gefährlich?

!Ich nehme auch Dreier, allerdings habe ich das in der vergangenen Saison etwas zurückgefahren. Das hat sich ausgezahlt, denn dadurch, dass ich mehr zum Korb gezogen bin, stand ich fast sieben Mal pro Spiel an der Freiwurflinie. Aber ich habe Vertrauen in meinen Distanzwurf und war in vielen Stationen meiner Karriere als guter Schütze bekannt.

?Wie ist Ihr erster Eindruck von der neuen Phantoms-Mannschaft?

!Die Gemeinschaft, die wir in der ersten Woche an den Tag gelegt haben, zeigt mir, dass wir ein Team sind, das zusammenhalten wird. Das ist ein gutes frühes Zeichen. Tolle Jungs und eine tolle Arbeitsmoral führen zu tollen Ergebnissen. Wir bewegen uns in die richtige Richtung.
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