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Hochspannung am Fließband

Leichtathletik: Alle drei Starter der LG überstehen Vorläufe – Zwei neue Meisterschaftsrekorde.

Von Daniel Beutler, 18.07.2010.


Braunschweig. Trotz fehlender Sonne war der gestrige Auftakt der 110. Deutschen Leichathletik-Meisterschaften im Eintracht-Stadion ein voller Erfolg.

Ein spannender Wettkampf nach dem anderen, herausragende Leistungen und immer neue Rekorde begeisterten die 12 500 Zuschauer. Besonders drei Sportlerinnen sorgten für tosende Beifallsstürme: Hammerwerferin Betty Heidler stellte einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Ebenso 100-Meter-Hürdenläuferin Carolin Nytra, die ihrer Konkurrenz davon lief. Konkurrenzlos auch Ariane Friedrich. Nur zwei Versuche brauchte die beste deutsche Hochspringerin, um sich den Titel zu sichern. Zum Schluss zeigte sie noch eine Show-Einlage und griff den Meisterschaftsrekord von 1992 an, scheiterte aber knapp.Matthias de Zordo hieß der erste Titelträger bei den Deutschen Meisterschaften 2010. Mit
80,05 Metern im Speerwerfen sicherte er sich Platz eins. Den letzten Titel am ersten Wettkampftag holte Alexander Kosenkow im 100-Meter-Lauf mit einer Zeit von 10,29 Sekunden.
Dazwischen gab es viel zu sehen und zu jubeln. Richtig spannend war es im Kugelstoßen, wo sich Nadine Kleinert erst mit dem sechsten und letzten Versuch des Wettbewerbes den Sieg sicherte. Zuvor lag Petra Lammert fünf Runden lang vorn und verbesserte sich im sechsten Durchgang sogar auf 19,05 Meter. Doch direkt danach überholte sie die WM-Silber-Gewinnerin von 2009 mit einer Weite von 19,12 Metern.
Hinter den Kugelstoßerinnen sorgten die Stabhochspringer für Begeisterung und ein ebenfalls spannendes Duell. Malte Mohr sprang als Sieger am Ende fünf Zentimeter höher als Raphael Holzdeppe, für den bei 5,70 Metern Schluss war. Ungefährdet war derweil der Erfolg von Hammerwerferin Betty Heidler. Im zweiten Versuch stellte sie mit 75,82 Metern einen Meisterschaftsrekord auf. Vor ihrem ersten Versuch mussten die Kampfrichter an der Wurffeldbegrenzung noch in Sicherheit flüchten. Die zweitplatzierte Kathrin Klaas kam auf „nur“ 68,85 Meter.
Gleiche Dominanz zeigte die 100-Meter-Hürdenläuferin Carolin Nytra. Mit 12,71 Sekunden stellte die 25-Jährige ebenfalls einen neuen Meisterschaftsrekord auf und gewann den Endlauf mit 37 Hundertstel Vorsprung. Auch eine Klasse für sich: Hochspringerin Ariane Friedrich. Die ersten vier Durchgänge ließ sie aus, stieg bei 1,88 Metern ein und nahm den zweiten Versuch bei 1,93 Meter. Da war sie schon alleine im Wettbewerb. Dann griff sie den Meisterschaftsrekord (2,03 Meter) an. Den stellte Heike Henkel 1992 auf und hat ihn weiterhin, weil Friedrich knapp scheiterte.
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