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Hilflos und am Ende ohne Gegenwehr

Basketball-Bundesliga: Die Phantoms leisten sich 26 Ballverluste und verlieren mit 83:102 (48:48) gegen Hagen.

Von Christoph Matthies, 31.03.2013.

Braunschweig. Die New Yorker Phantoms geraten immer tiefer in den Abstiegsstrudel: Nach dem gestrigen 83:102 (48:48) gegen Phoenix Hagen wird es in den verbleibenden sechs Spielen ganz schwer, die Klasse zu halten.

Die Hagener sind bekannt für ihr schnelles Offensivspiel, das nur ganz selten die vollen 24 Sekunden für einen Angriff benötigt. Die Phantoms versuchten gestern, dieses Tempo mitzugehen – und scheiterten spektakulär.
Ohne Harding Nana, der den Rest der Saison aufgrund einer Schienbeinfraktur verpassen wird, gingen die Phantoms in die Partie. Zeit für Forward Lubos Barton, der für den Kameruner in die Startformation rückte, endlich sein ganzes Können zu zeigen. Barton lieferte sein bestes Spiel im Phantoms-Dress ab, 21 Punkte und zehn Rebounds standen am Ende für den Tschechen zu Buche. In einem in den letzten 13 Minuten katastrophal auftretenden Team war allerdings auch das zu wenig.
Unerklärliche Ballverluste, 26 an der Zahl, erlaubten den Gästen aus dem „Pott“ 19 Würfe mehr als den Phantoms. Ein kurioses Beispiel für die Braunschweiger Nachlässigkeit: Eine halbe Sekunde vor der Halbzeitpause traf Immanuel McElroy bei einem Einwurf von unter dem eigenen Korb den Anzeigewürfel unter der Hallendecke. Resultat: Hagen bekam noch einmal den Ball und traf für drei zum 48:48-Pausenstand.
Phantoms-Cheftrainer Kostas Flevarakis hatte von seinem Team Kampf gefordert, und zeitweise war davon auch etwas zu sehen. Als Kapitän Nils Mittmann Mitte des zweiten Viertels etwa den allein auf den Korb zulaufenden Abe Lodwick verfolgte und beim Dunking behinderte, um im anschließenden Fastbreak per Dreier zu vollenden, jubelten die 3026 Zuschauer in der Volkswagenhalle zurecht.
Nachdem Hagens Davin White, der mit 23 Punkten zeigte, warum er der aktuelle Topscorer der BBL ist, knapp neun Minuten vor Spielende einen Dreier zur 79:75-Gästeführung traf, schien das Phantoms-Team allerdings auseinanderzubrechen. Von nun an gelang gar nichts mehr, Ballverlust reihte sich an Ballverlust und die Hagener trafen nach Belieben. Es schien so, als hätten die Phantoms bereits aufgegeben. Nicht nur dieses eine Spiel.
Für die Phantoms punkteten: Barton 21, McElroy 15, Schröder 15, Anderson 11, Schneiders 9, Pigram 6, Mittmann 3, Boateng 2, Land 1.
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