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Hickey: „Die Playoffs sind mein Ziel“

Football: Neuer Trainer der Lions wird Sonnabend in Kiel erstmals an der Seitenlinie stehen.

Von Daniel Beutler, 03.08.2011

Braunschweig. Phil Hickey heißt die Antwort der New Yorker Lions auf alle Probleme. Der 46 Jahre alte US-Amerikaner wird Cheftrainer, Offense Coordinator, Sportdirektor und Geschäftsführer beim Braunschweiger Football-Bundesligisten. Am Sonnabend (18 Uhr) steht er in Kiel erstmals an der Seitenlinie.


„Ich freue mich auf die neue und extrem reizvolle Aufgabe in Braunschweig. Es ist sicher nicht normal, mitten in der Saison den Verein zu wechseln. Aber die sportliche Herausforderung in Braunschweig und meine persönliche Situation mit meiner Familie nahe Berlin gaben für mich den Ausschlag für diese Entscheidung“, erklärte Hickey, der noch bis vergangenen Sonntag für die Munich Cowboys aus der Südgruppe der Bundesliga verantwortlich war. Mit denen stand er auf einem Playoff-Platz und da sollen auch die Lions noch hin.
Deswegen wurde das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Lions-Cheftrainer Seth Womack seitens der Verantwortlichen aufgekündigt. Sie trauten Womack die Qualifizierung für die Playoffs nicht zu. Aktuell stehen die Lions mit vier Punkten, bei zwei Spielen weniger, hinter den Berlin Adlern auf Rang fünf und würden somit nicht in die Meisterschaftsendrunde einziehen. Platz vier muss dafür erreicht werden.
Aber noch nicht jetzt. „Wir fahren zur besten Mannschaft Deutschlands. Da ist ein Sieg nicht zu erwarten“, gibt Hickey ehrlich zu. „Aber wir werden Spaß haben. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt“, sagt der ehemalige Quarterback. Es gehe jetzt darum, dem Team erstmal seine Handschrift zu verpassen. Dafür wird er seine Idee vom Angriff in das bestehende System einbauen. Und mit Blick auf die letzten vier Spiele der Saison sagt Hickey auch ganz klar: „Die Play-offs sind mein Ziel.“
Da ist der Deutsche Meister von 2010 schon sicher drin. Gepflastert ist der Weg der Kieler dabei mit den enttäuschten Gesichtern ihrer Gegner. Entweder, weil sie nur knapp unterlagen, drei ihrer bisher acht Spiele haben die Kieler nur mit einem Touchdown Vorsprung gewonnen, oder weil sie haushoch unterlegen waren. Am Ende war es immer das gleiche Spiel und Kiel oben auf. Garanten für die Hurricanes sind dabei Runningback Michael Andrew und Quarterback Jeff Welsh. Andrew, der 2008 bei den Lions zeigte wie gut er ist, lief in den acht Spielen bereits für mehr als 1100 Yards und erzielte zwölf Touchdowns. Ihn zu stoppen wird so unmöglich sein, wie es notwendig ist, wenn die Lions gewinnen wollen. Gleiches gilt für Welsh. Für über 1800 Yards zeichnet der US-Amerikaner verantwortlich. Mehr als die Lions durch Läufe und Pässe zusammen aufsummieren. Ein Klassenunterschied im Angriff, der auf dem Papier deutlich wird.
Der aber schon zum Rückspiel in zwei Wochen schrumpfen könnte, weil mit Hickey ein ausgewiesener Fachmann für die Position des Quarterbacks nach Braunschweig gekommen ist, der Spielmacher Dennis Zimmermann schon lange kennt. „Wir kennen uns seit er 16 war. Dennis ist ohne Frage der beste deutsche Quarterback“ berichtet der neue Cheftrainer, der auch Spielmacher Mike Friese lobt, „Ich habe ihnen versprochen, dass der Spaß am Spiel zurückkommt“. Und damit verbunden eine Leistungssteigerung, die dem drittschlechtesten Angriff der gesamten Liga neues Leben einhauchen soll.
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