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„Heute fallen mir Dunkings leicht“

Basketball-Bundesliga: Thad McFadden, Neuzugang der New Yorker Phantoms, im nB-Gespräch.

Von Christoph Matthies, 15.08.2012

Braunschweig. Als Spieler des Jahres in Tschechien hat sich Thad McFadden für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter empfohlen. Mit der nB sprach der 25-jährige Guard aus Michigan über seine attraktive Spielweise, die Bedeutung von Loyalität und sein alljährliches Kräftemessen mit NBA-Veteranen.

?In den USA haben Sie nur in der zweiten College-Division gespielt. Hat diese Erfahrung Sie ausreichend auf Ihre Profikarriere in Europa vorbereitet?

!Ganz bestimmt. Die Coaches an der Fairmont State University haben eine am Profispiel orientierte Offensive spielen lassen, die mir viele Freiheiten ließ. Ich konnte für mich selbst kreieren, aber auch abseits des Balles spielen und Blöcke meiner Mitspieler nutzen. Es war eine gute Entscheidung, dieses College zu besuchen. Ich hätte auch in der ersten Division spielen können, ich hatte verschiedene Angebote. Aber ich habe zuerst Fairmont besucht, und ich mochte sofort die Stadt und die Leute dort. Ich liebe Basketball, aber ich brauche auch eine gute Umgebung. Und die hat gestimmt, genau wie die Trainer.

?Zu Beginn Ihrer Profikarriere haben Sie drei Jahre in Tschechien gespielt, letzte Saison wurden Sie zum „Spieler des Jahres“ gekürt. Es scheint, dass Sie von Jahr zu Jahr besser werden...
!Ich möchte jede Saison so beginnen, als wäre ich wieder ein Jahr besser. Dafür ist auch der Sommer wichtig, wenn sich in meiner Heimatstadt Flint viele Profis treffen, die ebenfalls in Europa spielen, mit denen ich dann trainiere. Ungefähr 16 Jungs, die in Europa spielen, und drei aus der NBA. Aus der NBA waren das in diesem Jahr Jason Richardson, Charlie Bell und Morris Peterson.
?Sie waren drei Jahre lang für Ústí nad Labem aktiv. Warum sind Sie dem nordböhmischen Städtchen so lange treu geblieben?

!Ich bin ein loyaler Mensch. Ústí war mein erster Job als Profi, und ich hatte dort viele Freunde. Außerdem hatten wir dort einen tollen Trainerstab. Manchmal muss man tun, was man tun muss, aber Loyalität kann viel bewirken.

?Die Experten der Internet-Plattform Eurobasket loben schon mal Ihre aufregende Spielweise. Was ist daran so spektakulär?

!Ich bin sehr schnell, um nicht zu sagen blitzschnell. Außerdem hasse ich es zu verlieren, ich bin ein Gewinner. Ich strahle Korbgefahr aus, gebe alles in der Verteidigung und springe freien Bällen hinterher. Das ist alles auch recht unterhaltsam.

?Sie sind ein typischer Combo-Guard und haben vergangene Saison vor allem im Spielaufbau agiert. Würden Sie sich als starken Passgeber bezeichnen?

!Ohne Frage. Manchmal mag ich auch das trickreiche Anspiel, aber ich gehe stets sicher, dass der Ball auch ankommt. In der letzten Saison hatte ich pro Partie nur 1,8 Ballverluste. Das ist ziemlich gut für einen Point Guard.

?Sie waren mal zweitbester Punktesammler der riesigen zweiten College-Division und vergangenes Jahr mit 18,2 Zählern drittbester Scorer in Tschechiens erster Liga. Wie erzielen Sie Ihre Punkte?

!Ich nutze aus, was die Defense zulässt. Vergangenes Jahr haben wir viel Pick-and-Roll gespielt, außerdem viel Fastbreak. Früher habe ich vor allem von außen geworfen, aber ich habe meine Offense erweitert, ziehe nun auch öfter zum Korb. Am College habe ich komischerweise nie gedunkt. Heute fällt mir das sehr leicht.
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