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Heimstarke Löwen wollen die Liga überraschen

Die Basketball-Löwen sind nach fast zwei Monaten Saisonvorbereitung heiß auf den ersten Sprungball. Foto: Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Am Freitag startet Braunschweig in Trier in die Saison – Sonntag (15 Uhr, live auf Sport1) Heimauftakt gegen Bamberg.

Von Christoph Matthies, 01.10.2014.

Braunschweig. Seit dreieinhalb Monaten amtiert der FC Bayern als Deutscher Meister im Basketball. Am Donnerstag beginnt mit der Saison 2014/2015 die Jagd auf den Titelverteidiger. Einen Tag später greifen die Basketball-Löwen erstmals ins Geschehen ein.

Vor der Partie am Freitag (17 Uhr) in Trier fiebern die Braunschweiger dem Saisonstart entgegen. „Als Trainer hättest du immer gern noch zwei, drei Wochen mehr“, gesteht Löwen-Headcoach Raoul Korner, „aber die Spieler sind heiß und ich denke, dass wir gut vorbereitet sind.“

Mit neuem Namen und sieben neuen Spielern starten die Löwen in die kommende Spielzeit. Nach Abstiegskampf und Tabellenplatz 15 im Vorjahr schielt Korner, der als Sportchef allein für den Kader verantwortlich ist, nun vorsichtig nach oben. „Wir wollen uns mehr am oberen als am unteren Strich orientieren“, so der Österreicher. Lautet das Saisonziel also Playoffs? „Wenn man realistisch ist, sind sechs bis sieben Playoff-Plätze schon vergeben. Aber ein Team kann zum Überraschungsteam werden, und mit harter Arbeit wollen und können wir das schaffen.“

Mit einem Gesamtumsatz von über 80 Millionen Euro und fast 4700 Zuschauern pro Partie hat die BBL im vergangenen Jahr erneut Rekorde gebrochen. Auch wenn das nicht jeder Fan unterschreiben würde: Der FC Bayern hat der Liga gutgetan. Dass die Meisterschaft der Münchener nur der Beginn einer Titelserie sein könnte, ist jedoch keineswegs in Stein gemeißelt. Pokalsieger und Finalgegner Berlin etwa hat sich sinnvoll verstärkt, wie der 76:68-Erfolg der „Albatrosse“ gegen die Bayern im Champions-Cup am Sonnabend zeigte. Ex-Serienmeister Bamberg wird, trotz eines massiven Umbruchs, ebenfalls wieder um den Titel mitspielen wollen. Auch den Halbfinalisten Oldenburg und Quakenbrück werden Chancen eingeräumt.

Auch wenn seine Löwen die Playoffs nicht erreichen sollten, wäre es nicht automatisch eine verlorene Saison, glaubt Korner. „Am wichtigsten ist, dass es uns gelingt, einen Kern von deutschen Spielern aufzubauen, um den herum sich der Verein in den kommenden Jahren entwickeln kann.“ Und der Coach hat ein gutes Gefühl: Das Team um Kyle Visser und Immanuel McElroy sei homogener als im Vorjahr und trainiere auf höherem Niveau.

Auf eine konkrete Zielvorgabe möchte sich auch Geschäftsführer Stefan Schwope nicht festlegen. Nur so viel: „Ich würde mich freuen, wenn wir eine gewisse Heimstärke entwickeln.“ Damit soll schon am Sonntag begonnen werden, wenn die Löwen um 15 Uhr die neu aufgestellten Bamberger in der VW-Halle empfangen.
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