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Headcoach Cook: „Bloß keine Verletzten mehr“

Football: Braunschweig Lions empfangen am Sonnabend (19 Uhr) die Maastricht Wildcats zum Testspiel – Ryan Voss fällt die Rest-Saison aus.

Von Daniel Beutler, 03.06.2009

Braunschweig. Spiel verloren, US-Wide-Receiver Ryan Voss verloren und die Verletztenliste wird immer länger: Das ist die Bilanz der Braunschweig Lions nach der 21:23-Niederlage im Rückspiel in der German Football League gegen die Assindia Cardinals. Und am Sonnabend geht es schon weiter. Die Maastricht Wildcats kommen zum Freundschaftsspiel ins Eintracht-Stadion.

Die Partie gegen die niederländische Spitzenmannschaft aus Maastricht (bisher acht Saisonspiele: Sieben Siege, eine Niederlage, 300:69 Punkte) wurde als Ersatz für das ausgefallene Spiel gegen die Hamburg Blue Devils angesetzt. Die Entwicklungen der vergangenen Wochen, mit vielen verletzten Spielern in allen Mannschaftsteilen, stellen das Freundschaftsspiel nun unter das Motto: „Bloß keine Verletzten mehr!“
Das wünscht sich Lions-Cheftrainer Javier Cook fast schon lieber als einen Sieg. „Natürlich gehen wir in die Partie, um zu gewinnen. Aber wir können uns keine verletzen Spieler mehr leisten“, sagt der Headcoach. Mehr als 20 Akteure, ein Großteil davon Leistungsträger, waren schon vor dem Spiel gegen Essen angeschlagen oder verletzt und nun kommen noch Linebacker Sascha Geithe und Offensive Lineman Clemens de Rose dazu. Wide Receiver Christian Bollmann musste angeschlagen einige Spielzüge aussetzen, wird am Sonnabend aber zur Verfügung stehen.
Am schwersten wiegt aber der Verlust von Voss. Der Importspieler aus den USA brach sich in Essen das Sprunggelenk und wurde vor Ort im Krankenhaus operiert, wobei ihm eine Stahlplatte mit vier Schrauben eingesetzt wurde. Gegen Ende der Woche wird er wahrscheinlich aus dem Krankenhaus in Essen nach Braunschweig kommen. Die Saison ist für ihn aber aller Wahrscheinlichkeit nach gelaufen. Mit dieser Gewissheit im Rücken läuft schon die Suche nach einem Ersatz. „Wir haben zwei, drei Kandidaten im Blick. Aber wir haben auch nicht ewig Zeit, denn der neue Spieler müsste vor der Partie in vier Wochen gegen die Berlin Adler schon einige Trainings-Einheiten mit dem Team absolviert haben, damit die Abstimmung passt und er unser System verinnerlicht“, sagt Cook, dessen Blick auf den US-amerikanischen Markt zielt.
Ein Kandidat, den die Lions zeitgleich mit Voss im Blick hatten, ist weiterhin interessant. Damals entschied man sich wegen der Tatsache, dass Voss schon in Europa aktiv war, für den 196 Zentimeter großen Ex-Tiroler. Und gegen die Alternative, die zuletzt den Sprung in die kanadische Profiliga schaffen wollte. Noch fehlen aber die Informationen, um sagen zu können, ob der Kandidat von einst noch verfügbar ist. Auf jeden Fall zielt die Suche von Cook auf einen ähnlichen Spielertypen ab, wie Voss einer ist: groß, kräftig und schnell.
So kennen die Lions-Fans auch noch den ehemaligen Runningback Lars Trömel. Der heutige Defense Coordinator der Maastricht Wildcats spielte von 1999 bis 2003 bei den Lions. Und auch der Wildcats-Headcoach, in Personalunion auch Quarterback der Niederländer, ist ein bekanntes Gesicht in der Löwenstadt. In den Jahren 2002 und 2003 trug David Drane die Nummer 80 der Lions und war als Wide Receiver aktiv. Nun führt er den erfolgreichsten Angriff der niederländischen Liga. In sechs von den acht Liga-Spielen erzielten die Wildcats mehr als 40 Punkte. Wirklich Einhalt konnten der Truppe von Drane nur die Amsterdam Crusaders gebieten. Mit 6:0 gewannen sie in Maastricht. Auch die Maastrichter Verteidigung braucht sich nicht zu verstecken. Insgesamt erst 69 Punkte ließ diese zu.
Für die Braunschweiger wird die Partie also kein Spaziergang, besonders wegen der Ausfälle. Dafür haben nun die Spieler aus der zweiten Reihe die Möglichkeit, sich durch gute Leistungen in den Vordergrund zu spielen.
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