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Hauchdünne Niederlage gegen Würzburg

Nach Leistungen wie gegen Würzburg wird es für die Löwen schwer, Dyshawn Pierre weiter an sich zu binden. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Löwen verlieren im letzten Heimspiel der Saison mit 66:67.

Von Christoph Matthies, 23.04.2017.

Braunschweig. Mit einer guten Leistung haben sich die Löwen-Basketballer von ihren heimischen Fans in der VW-Halle verabschiedet. Trotzdem verlor der Bundesligist sein letztes Heimspiel der Saison gegen Würzburg mit 66:67 (29:35).

Löwen-Trainer Frank Menz war am Ende zwar mit der Leistung seines Teams, nicht aber mit dem Ergebnis zufrieden. „Am Ende hätten wir auf dem Feld schlauer agieren müssen“, sagte Menz, dessen Löwen zwei Sekunden vor Schluss dem Würzburger Lamonte Ulmer einen offenen Halbdistanzwurf gestatteten, den dieser zum Sieg verwandelte. Da die Löwen in dieser Situation noch nicht an der Teamfoul-Grenze, wäre es cleverer gewesen, vor dem Wurf noch ein Foul zu geben.

So konnten die Gäste jubeln, doch die Braunschweiger Fans gingen auch nicht ganz unzufrieden nach Hause. Besonders Dyshawn Pierre hatte ihnen wieder viel Freude gemacht, am Ende stand mit 23 Punkten und 15 Rebounds ein weiteres Double-Double in seiner Bilanz. „Er hat mit seiner Einstellung und seiner Leistung in den vergangenen Wochen alle mitgerissen“, bewertete Menz den Einfluss des bockstarken Kanadiers.

Die Löwen waren gut aus den Startlöchern gekommen, führten nach dreieinhalb Minuten mit 11:3. Schön mit anzusehen, wie gut das Pick-and-Roll zwischen Tommy Klepeisz und Center Geoffrey Groselle bis dahin funktionierte. Als Pierre nun erstmals das Feld verließ, konnten die Würzburger aufschließen. Bis Viertelende lag das Team von Trainer Dirk Bauermann mit 22:19 in Führung.

Die Pausenführung betrug dann schon sechs Punkte, und die Heimmannschaft brauchte nach dem Seitenwechsel ein bisschen, um wieder heranzukommen.Dabei half vor allem Tim Schwartz, der in Viertel drei elf seiner insgesamt 14 Punkte erzielte. Nach einem 15:0-Lauf stand es nach 27 Minuten und einem Schwartz-Dreier wieder 46:38. Der 29-Jährige Forward hielt nach der Partie eine kleine Ansprache, in der er den Fans für ihre Treue auch in schlechten Zeiten dankte – und quasi "en passant" seine umjubelte Vertragsverlängerung bekanntgab.

Zum Sieg sollte es, trotz zweier Wahnsinnsdreier von Dyshawn Pierre in den letzten 100 Sekunden, aber nicht reichen. Ein Ballverlust 14 Sekunden vor Schluss brachte die Löwen in die eingangs erwähnte Situation, in der das Foul ausblieb und Ulmer seine Ludwigsburger jubeln ließ. Der Dreier von Carlos Medlock mit der Schlusssirene landete nur auf dem Ring.

Für die Löwen punkteten: Pierre 23 (15 Rebounds, 4 Assists), Schwartz 14, Groselle 14, Medlock 7, Guyton 3, Figge 3, Theis 2.
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