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Hart erkämpfter 4:2-Sieg gegen Aue

Stand überraschend in der Startelf: Gerrit Holtmann. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht bezwingt den Abstiegskandidaten nach 1:2-Pausenrückstand – Gelb-Rot für Sauer.

Von Elmar von Cramon, 27.04.2015.

Braunschweig. Eine spektakuläre Fußball-Zweitligapartie bekamen die 20 200 Zuschauer beim Flutlichtduell zwischen Eintracht und Erzgebirge Aue zu sehen: Mit einer beispiellosen Energieleistung drehte Eintracht einen 1:2-Pausenrückstand gegen den Abstiegskandidaten und gewann am Ende mit 4:2.

Aue hatte sich im ersten Durchgang noch als das bessere Team präsentiert und lag mit 2:1 in Führung. Die Treffer von Zuck (68.), Berggreen (80.) und Pfitzner (Elfmeter/88.) sorgten am Ende jedoch für einen verdienten Erfolg der Blau-Gelben, die sich nun wieder Hoffnungen auf den dritten Tabellenplatz machen dürfen.
Torsten Lieberknecht bot überraschend U23-Akteur Gerrit Holtmann auf dem linken Flügel auf, während Jan Hochscheidt in die Sturmspitze rückte. Diese Maßnahme zahlte sich bereits in der zweiten Spielminute aus: Holtmann wurde von Hendrick Zuck auf dem linken Flügel bedient, fand in der Mitte Hochscheidt, der gegen seinen Ex-Klub zur Führung einschieben konnte.
Die Gäste wirkten jedoch keineswegs geschockt und kamen durch Stipe Vucur (Kopfball/6.) zu ihrer ersten Gelegenheit. Im nächsten Versuch glückte den Veilchen dann prompt der Ausgleich. Bobby Wood schnappte sich im Mittelfeld die Kugel zog erst nach links und dann in die Zentrale, wo er Rafal Gikiewicz mit einem satten 20-Meter-Schuss keine Abwehrchance ließ (12.). Danach war es erneut Holtmann, der über den linken Flügel für Gefahr sorgte, doch sein Pass in die Gefahrenzone konnte die Auer Defensive diesmal bereinigen (17.).
Die Gäste waren in der Folge aggressiv und suchten den Weg nach vorne, allerdings zeigte sich die Eintracht-Defensive sattelfest. Nach einem Freistoß von Nik Omladic traf Zuck das Außennetz (23.), kurz darauf wurde Hochscheidt bei einem aussichtsreichen Schussversuch vor der Strafraumgrenze geblockt (24.). Doch auch die Sachsen blieben gefährlich: Eintracht hatte Glück, dass Rico Benatelli den Ball nach einer zu kurzen Abwehr nicht richtig traf (26.) und Gikiewicz bei einem Kopfball von Vucur glänzend reagierte (28.).
Fabian Müller setzte sich an der Außenlinie gegen Omladic durch, der ein vermeintliches Seitenaus reklamierte; da der Pfiff von Schiedsrichter Robert Kempter jedoch ausblieb, fand die Flanke in der Mitte Vucur, der ins rechte Toreck einnicken konnte (31.). Omladic besaß dann die nächste Gelegenheit für die Blau-Gelben, doch sein Freistoß aus 18 Metern wurde zur Ecke abgefälscht (38.). Brandgefährlich die nächsten Chancen der Gäste: Romario Kortzorg überlistete die Eintracht-Mauer nach einem Freistoß, doch Gikiewicz kam Fandrich zuvor (40.) und wehrte kurz darauf einen Wood-Schuss aus spitzem Winkel ab (42.).
Zur zweiten Halbzeit wurde Marc Pfitzner für den gelbbelasteten Vegar Hedenstad eingewechselt. Erneut begann die Partie hektisch. Gikiewicz ging im Strafraum rustikal gegen Wood zu Werke und hatte Glück, dass der Elfmeterpfiff ausblieb (54.). Wenige Minuten später nahm Ken Reichel das Heft in die Hand, doch seine sehenswerte Direktabnahme aus 16 Metern wurde von Gästekeeper Martin Männel per Glanzparade entschärft (56.).
Der für den verletzten Holtmann eingewechselte Julius Düker hatte mit seinem schönen Kopfball gegen Männel das Nachsehen (62.), ebenso wie Stefan Mugosa auf der Gegenseite gegen Gikiewicz (64.). Eintracht steckte jedoch nicht auf und kam verdient zum Ausgleich: Sauer legte im Strafraum quer auf Zuck, der die Kugel im linken Toreck versenkte (68.). Nach einem Foul musste Sauer dann mit gelb-roter Karte vom Feld, der anschließende Freistoß von Kortzorg strich knapp am blau-gelben Kasten vorbei (70.).
Beide Teams kämpften nun mit offenem Visier und Eintracht kam in Unterzahl prompt zum Ausgleich. Nachdem Männel gegen Düker mit einem Superreflex geklärt hatte, schnappte sich Hochscheidt den Ball, flankte in die Mitte, wo Emil Berggreen per Kopf als Joker stach (80.).
Eintracht verteidigte leidenschaftlich gegen die anrennenden Gäste und kam schließlich noch zum vierten Treffer: Berggreen zog bei einem Konter in den Strafraum, wurde umgesenst und das gab Pfitzner die Gelegenheit, den ersten Elfmeter der Saison für die Blau-Gelben zu verwandeln (88.).
Mannschaft: Gikiewicz - Hedenstad (46. Pfitzner), Reichel, Decarli, Sauer - Correia - Holtmann (61. Düker), Zuck, Boland, Omladic (55. Berggreen) - Hochscheidt.
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