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Handballfreunde: Tristan Staat geht nach zwei Spielzeiten

Verlässt die HF: Trainer Tristan Staat. Foto: regios24

Trainer von Helmstedt-Büddenstedt zieht eine insgesamt positive Bilanz – „Wir haben frühzeitig den Klassenerhalt gesichert“.

Helmstedt, 19.05.2017.

Nach zwei Spielzeiten verlässt Trainer Tristan Staat den Handball-Oberligisten HF Helmstedt-Büddenstedt. Nachfolger des 27-Jährigen wird im Sommer Ex-Profi Sven Liesegang (unter anderem SC Magdeburg). Jörg Kleinert sprach zum Abschluss seiner Helmstedter Zeit mit dem Magdeburger Staat, der eine insgesamt positive Bilanz zog.

?Herr Staat, nach zwei Jahren endet ihre Zeit in Helmstedt. Wie fällt Ihr sportliches Fazit aus?

!Die zwei Jahre verliefen für mich unglaublich gut. Ich habe mich als Trainer profiliert und habe auf zwischenmenschlicher Basis eine Menge dazugelernt. Wir sind in dieser Saison Zwölfter geworden und haben frühzeitig den Klassenerhalt gesichert – so früh wie noch nie zu Oberliga-Zeiten der Handballfreunde.

?Sie sind 27 Jahre jung, zu Beginn ihrer Helmstedter Zeit waren sie 25, hatten zuvor nie im Herrenbereich trainiert. Gab es innerhalb der Mannschaft Autoritätsprobleme? Schließlich sind viele Spieler älter als ihr Trainer.

!Nein, ich war recht schnell recht gut integriert und akzeptiert. Wichtig war, dass ich im Training immer wieder neue Reizpunkte gesetzt habe. Ein Beispiel: Man muss ständig neue taktische Dinge liefern, man muss als Trainer auch auf dem aktuellen Stand der Trainingslehre sein.

?Dennoch: Zum Jahreswechsel drohte Ihrer Mannschaft der Abstieg. Die Punkteausbeute war bis dato mager. Wie gelang es Ihnen und der Mannschaft, den Hebel in der zweiten Saisonhälfte doch noch einmal umzulegen?

!Eins war innerhalb der Mannschaft immer klar: Wir wollen nicht absteigen. Verändert haben wir zum Jahreswechsel nicht viel. Wichtig war, dass verletzte Spieler zurückkehrten. Und: Wir wussten, dass wir in der zweiten Saisonhälfte noch alle Mannschaften bei uns zu Gast haben, die in den Abstiegskampf verwickelt sind und gegen die wir in der Hinrunde teils gute Erfahrungen gemacht hatten.

?In der Sportlersprache heißt es: „Das zweite Jahr ist das schwierigste“. Können Sie diese These unterschreiben? Ihre Mannschaft war lange Zeit den Abstiegsrängen nah.

!Taktisch und spielerisch haben wir wenig verändert. Aber plötzlich kamen zu Jahresbeginn die Siege, vor allem in eigener Halle, weil zuvor verletzte Spieler zurückkehrten. Und: Eine Mannschaft, die gewinnt, entwickelt Sicherheit und Selbstverständnis.

?Welche Spieler haben Sie in dieser Saison besonders überzeugt? Sowohl auf als auch außerhalb des Platzes?

!Wir haben einige ’Big dogs‘ im Team – Leute, die den Mund aufmachen. Steffen Oppenheimer geht voran, auch Florian Bethge und Co-Trainer Markus Kopp. Marius Herde ist aufgrund seiner Mentalität einer der ersten Ansprechpartner für mich.

?Welche Spieler haben Sie in dieser Saison positiv überrascht?

!Karl Herrmann nach auskuriertem Kreuzbandriss auf der Linksaußenposition. Er hat eine fast 100-prozentige Trefferquote. Auch Christian Lopez hat einen tollen Job gemacht. Ihn hatten wir als Linksaußen geholt, aber aufgrund der Verletzungsprobleme entwickelte er sich zum wertvollen Allrounder auf vielen Positionen.

?Wie geht es für Sie weiter?

!Noch im Mai liegen die Prüfungen zur Trainer-A-Lizenz vor mir. Außerdem bereite ich als Trainer die A-Jugend des BSV 99 Magdeburg auf die Bundesliga-Qualifikation vor. Ich will mein Studium zu Ende bringen. In der kommenden Saison werde ich nach jetzigem Stand die A-Junioren des BSV 99 trainieren. Ob und wann ich mal wieder eine Herrenmannschaft übernehme, steht in den Sternen. Für mich ist das im Moment Zukunftsmusik.
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