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Handballfreunde mit überraschend guter erster Hälfte

Handball, Oberliga, HF Helmstedt-Büddenstedt vs MTV Vorsfelde, Foto: regios24/Sebastian Priebe

Handball-Oberliga: Helmstedt-Büddenstedt zum Jahreswechsel auf Tabellenplatz drei – Verein will personell nachlegen.

Von Jörg Kleinert, 22.12.2017.
 

Helmstedt. Nach turbulenten Sommer-Wochen, in denen viel Personal kam und ging, hat Handball-Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt eine überraschend gute erste Saisonhälfte hingelegt.

Unter der Regie von Ex-Coach und jetzigem Co-Trainer Tristan Staat, der kurzfristig für Ex-Nationalspieler Sven Liesegang einsprang, sowie dem neuen Spielertrainer Markus Kopp, legten die Handballfreunde eine klasse Hinserie hin und platzierten sich zum Jahreswechsel nach 11 von 26 Saisonspielen mit 16:6 Punkten auf Rang drei.

Drei Tage vor dem ersten Pflichtspiel der HF war Anfang September die Bombe geplatzt: Liesegang verkündete für alle überraschend seinen sofortigen Rückzug. Der Magdeburger nannte persönliche Gründe für seine Entscheidung. Seit Anfang Dezember ist der 48-Jährige indes wieder im „Geschäft“ – Liesegang übernahm beim HV Rot-Weiß Staßfurt, Schlusslicht der Mitteldeutschen Oberliga.

Die 350 Tore der Helmstedter bedeuten die zweitbeste Ausbeute, nur Spitzenreiter MTV Großenheidorn (367) steht besser da. Im Schnitt erzielten die HF 32 Tore pro Partie. Zum Vergleich: Platz 3 in der Offensiv-Statistik belegen mit jeweils 347 Toren der MTV Vorsfelde und die Drittvertretung des Erstligisten TSV Burgdorf. Allerdings benötigten diese beiden Mannschaften 12 Pflichtspiele für diese Trefferzahl.

Die Handballfreunde gewannen 8 ihrer 11 Spiele und warfen dabei immer mindestens 30 Tore. In drei Partien verließen die Helmstedter als Verlierer das Parkett – und blieben jedes Mal unter der 30-Tore-Marke. Niederlagen setzte es für die HF auswärts gegen die vor ihnen stehenden Teams aus Großenheidorn (29:36) und bei der HSG Schaumburg Nord (22:28). In eigener Halle musste sich das Team nur dem VfL Hameln mit 24:26 beugen.

Kopp nennt Gründe für den unerwarteten Höhenflug: „Wir haben die Abwehr stabilisiert, und im Angriff treffen wir zuverlässig.“ Außerdem stimmen laut HF-Coach Harmonie und Chemie im Team. „Wir haben die Mannschaft vor der Saison ziemlich neu zusammengewürfelt. Erstaunlich, wie gut wir uns schon gefunden haben.“

Das Problem: Die HF absolvieren die Saison mit einem 12-Mann-Kader. „Verletzen darf sich keiner“, sagt Kopp, „sonst wird es eng.“ In der Weihnachtspause werde der Verein deshalb versuchen, personell nachzulegen.
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