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Hamburg Blue Devils steigen aus

Saison der German Football League findet ohne den Traditionsgegner der Lions statt

Von Martina Jurk, 25.03.2009

Braunschweig. Die Nachricht schlug gestern Abend ein wie eine Bombe: Die Hamburg Blue Devils, vierfacher Deutscher Meister im American Football, steigen aus dem Spielbetrieb der German Football League (GFL) aus. Erstliga-Football findet damit in Deutschland zum ersten Mal seit 1995 ohne die Blauen Teufel statt. Welche Konsequenzen das für die anderen Teams hat, ist noch gar nicht abzusehen. In vier Wochen beginnt die GFL-Saison. Am 6. Juni wäre Hamburg der Gegner der Braunschweig Lions gewesen. Die Devils, seit Jahren Erzrivale der Löwen, garantierten gut besuchte Heimspiele im Stadion an der Hamburger Straße.

Die Lions reagierten gestern Abend völlig überrascht auf den Ausstieg des Liga-Konkurrenten. Es sei schade, die Saison ohne den Traditionsgegner Hamburg Blue Devils bestreiten zu müssen, meinte Mirko Schulz, Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft Sportsemotions.
Am Montagabend informierte die Vereinsführung Spieler und Coaches der Blue Devils über die Gründe dieser schweren Entscheidung. Die aktuelle finanzielle Situation, die durch die Auflagen des deutschen Footballverbandes AFVD zusätzlich verschärft worden seien, würde einen Spielbetrieb in der GFL nicht zulassen, so der Vorstand.
„Der Schock und die Enttäuschung über diese Nachricht sitzen bei allen tief“, erklärt Dominik Seyler, Präsident der Hamburg Blue Devils. „Aber ein weiteres Aufschieben der Entscheidung war keine Option mehr, um allen Spielern und Coaches die Möglichkeit offen zu halten, sich kurzfristig umorientieren zu können.“ Mehrfach plagten den Verein in den vergangenen Jahren finanzielle Probleme, die nun offensichtlich nicht mehr zu bewältigen waren.
Während die Blue Devils vor einer unklaren Zukunft stehen, rüsten die anderen Teams weiter auf. Das Personalkarussell wird sich nun in der gesamten Liga neu drehen.
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