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Hängepartie bei Köln 99ers

Basketball: Wirtschaftliche Baustellen – Braunschweig nicht betroffen

Braunschweig (sewa). 12.07.2009

Freitag kam Phantoms-Geschäftsführer Oliver Braun zurück von der Tagung der Basketball-Bundesliga. Am Wochenende wurde er bereits von den Ereignissen eingeholt.

Die Braunschweiger Basketballer können in der nächsten Spielzeit nach momentanem Stand mit 17 Heimspielen planen, das ergab die Gesellschafterversammlung. Noch stehen jedoch nicht alle Gegner der Phantoms fest, Grund ist ein Insolvenzantrag der Kölner. „Das ist nicht gut für den Basketball und die Liga. Wir hatten gehofft, mit der Tagung alle Probleme zu lösen“, bemängelt Phantoms-Geschäftsführer Norbert Rüscher. Die Liga hatte sich zusammengesetzt, um die letzte verbliebene Wildcard zu verteilen. Beworben hatten sich die Absteiger Eisbären Bremerhaven und LTi Giessen. Beide Klubs hatten sich den stimmberechtigten Erstligavertretern präsentiert. Am Ende fiel die Entscheidung mehrheitlich zugunsten der Hessen.
Doch gestern änderte sich die Lage der Liga erneut. Bundesligist Köln stellte einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht. Die Gesellschafter der Köln 99ers hatten zuvor offenbar beschlossen, dass der Etat von 1,2 Millionen Euro den Ansprüchen an den Erstligastandort Köln nicht genüge und daraufhin ihre Finanzierungszusagen zurückgezogen. BBL-Geschäftsführer Jan Pommer wird nach Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters mit diesem so schnell wie möglich Kontakt aufnehmen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Auf Grundlage dieser Gespräche entscheidet sich dann, ob die Köln 99ers am Spielbetrieb 2009/2010 teilnehmen oder nicht. Norbert Rüscher befürchtet im Fall Köln „eine Hängepartie während der Saison“ und dass der Verein „die Spielzeit nicht beenden wird.“ Falls das Team jedoch nicht für nächste Saison zugelassen wird, ist wiederum Bremerhaven dabei.
Pommer betonte, dass die Kölner die vom BBL-Lizenzausschuss geforderten Nachweise zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bis zum 30. Juni dieses Jahres erbracht hätten – 80 Prozent der Sponsoreneinnahmen für die nächste Spielzeit waren vorzuweisen. Insgesamt sieben Teams, darunter auch die beiden Aufsteiger, mussten im Lizenzierungsverfahren ihre wirtschaftliche Situation nachbessern. Bei den Paderborn Baskets steht die Entscheidung noch aus, zudem muss der Verein bis Ende des Monats für seine zukünftige Spielstätte die BBL-Tauglichkeit nachweisen.
Braunschweig musste als Auflage einen Großteil der Sponsorenverträge offen legen. Der Spielbetrieb 2009/2010 und die folgende Saison sind finanziell gesichert. „Wir sind von der momentanen Situation kaum betroffen, auch wenn wir unseren Gesamtetat von 2,8 Millionen aus der vergangenen Saison wohl nicht steigern können“, sagte Rüscher.
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