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„Haben uns auch selbst geschlagen“

Immer den Ball fest im Blick: Eintrachts Jan Hochscheidt. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht vor Pauli-Spiel mit vier Ausfällen – Breitkreuz und Schönfeld im Mannschaftstraining.

Von Elmar von Cramon, 26.09.2017.

Braunschweig. Einen bitteren Tag erlebten Eintrachts Zweitliga-Kicker in sportlicher Hinsicht beim 1:2 in Regensburg. Nicht nur, dass die Punkte an der Donau blieben, schmerzte, sondern vor allem die Begleitumstände mit drei Platzverweisen für Salim Khelifi, Maximilian Sauer und Mirko Boland. Diese beeinflussten den Spielausgang maßgeblich mit und sorgten neben der ersten Punktspielniederlage auch dafür, dass die Blau-Gelben am Sonntag personell dezimiert zu Hause gegen den FC St. Pauli antreten müssen. Die Kiezkicker kämpfen genauso wie Eintracht darum, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.

„Es ist schwierig, aus so einem Spiel irgendwelche Lehren zu ziehen. Die Platzverweise haben das Spiel natürlich maßgeblich beeinflusst, ein Stück weit haben wir uns aber auch selbst geschlagen“, erklärt Marc Arnold. Dennoch richtet der sportliche Leiter der Löwen keinen Vorwurf an die Mannschaft: „Die Jungs, die auf dem Platz standen, haben sich aufgeopfert und in jeden Schuss geworfen. Mit zwei Spielern weniger war es aber nur noch eine Frage der Zeit, wann der zweite Treffer fällt. Der dritte Platzverweis fiel 30 Sekunden vor Schluss nicht mehr groß ins Gewicht.“
Schiedsrichter Tobias Reichel nahm der 47-Jährige weitestgehend von Kritik aus: „Die Rote Karte für Salim kann man geben, weil er seinen Gegenspieler im Gesicht trifft. Auch die für Bole ist eindeutig, über die von Max könnte man eventuell diskutieren.“ Während Boland ein Spiel pausieren muss, wurden Sauer und Khelifi mit einer Sperre für zwei Begegnungen bestraft.
Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Christoffer Nyman, der einen Muskelfaserriss aus Regensburg mitbrachte. Trotzdem sieht Arnold der Aufgabe gegen die Kiez-Kicker alles andere als pessimistisch entgegen: „Wir haben einen auch in der Breite gut besetzten Kader. Die Jungs die zuletzt weniger Berücksichtigung gefunden haben, werden sich nun beweisen können.“ Auch möchte er die Auswärtsstärke der Hamburger nicht überbewerten: „Sie zeigen sich in dieser Spielzeit bisher schwankend. Zwar haben sie auswärts einige Spiele gewonnen, dafür aber auch zu Hause verloren, wie beim 0:4 gegen Ingolstadt. Es ist deshalb schwierig, die Mannschaft einzuschätzen.“
Neben den gesperrten Akteuren und dem verletzten Nyman wird weiterhin auch Hendrick Zuck (Knochenödem) ausfallen. Julius Biada, am Wochenende in der U23 aktiv, könnte aber wieder in den Kader zurückkehren. Auch Steve Breitkreuz und Patrick Schönfeld sind im Mannschaftstraining und machen gute Fortschritte; für ein Comeback könnte es aber noch zu früh sein: „Gerade bei Patsche wollen wir nichts forcieren. Er ist sehr lange ausgefallen, deshalb wäre es fehl am Platz, ein Risiko einzugehen.“
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