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„Haben tolle Moral gezeigt“

Hart umkämpfte Partie: Die Braunschweiger Onel Hernandez (l.) und Torschütze Christoffer Nyman behaupten den Ball gegen zwei Bielefelder Spieler. Foto: Agentur Hübner

Fußball: Eintracht erobert Tabellenführung zurück – Abdullahi vor Punktspielpremiere.

Von Elmar von Cramon, 13.12.2016.

Braunschweig. Mit einer echten Energieleistung sorgte Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig durch das 3:2 gegen Arminia Bielefeld dafür, dass die Mannschaft als bestes Heimteam der Liga in die Winterpause gehen kann. Gelingt am Samstag beim Karlsruher SC erneut ein dreifacher Punktgewinn, würden die Löwen sogar als Tabellenführer überwintern.

„Wir haben eine tolle Moral gezeigt, die Partie nach der Niederlage im schweren Spiel bei Union und dem frühen Rückstand als Sieger zu beenden“, zeigte sich Torsten Lieberknecht zu Beginn der Trainingswoche zufrieden.
Besonders sein Sturmduo Domi Kumbela und Christoffer Nyman, die zusammen alle drei Treffer erzielten, konnten sich auch bei ihrem Trainer über Bestnoten freuen. „Nicht nur weil sie Tore schießen, sondern weil sie auch wahnsinnig viel für die Mannschaft arbeiten“, lobt der Eintracht-Coach, der die Proteste der Bielefelder nach dem Ausgleich nicht nachvollziehen konnte.
Die Gäste hatten sich beschwert, dass Brian Behrendt unmittelbar davor zu früh von Kumbela angelaufen worden war, nachdem sie den Ball wegen eines am Boden liegenden Spielers ins Aus geschossen und per Einwurf zurückerhalten hatten: „Die Fernsehbilder zeigen, dass wir ihnen genug Zeit gegeben hatten, den Ball zu spielen“, so Lieberknecht, der auf dem Spielfeld ebenso wenig wie Referee Dr. Robert Kampka wahrgenommen hatte, dass Kumbela der Ball während der Aktion an die Hand sprang: „Im Spiel habe ich das nicht gesehen, da haben wir Glück gehabt“, so der 43-Jährige, der Kumbela von jeglicher Unfairness freisprach. „Er wird angeschossen, ohne dass der Schiedsrichter pfeift. Dieser muss letztlich die Situation entscheiden, und über das Handspiel hatte sich während der Partie auch kein Bielefelder beschwert.“
Als letzte Begegnung vor Weihnachten steht nun der Gang nach Karlsruhe an, wo vor kurzem noch Tomas Oral an der Außenlinie stand, mit dem Lieberknecht einst die Schulbank für die Fußball-Lehrer-Lizenz drückte. Dieser wurde nach dem 1:2 gegen Fürth entlassen und durch Lukas Kwasniok ersetzt. Unter dessen Regie hatte sich der KSC beim 0:0 in Dresden äußerst defensiv präsentiert, dennoch geht der Eintracht-Trainer davon aus, dass das Team vor heimischem Publikum aufgrund der Tabellensituation drei Punkte einfahren will: „Es war legitim, den Fokus in Dresden auf die Defensive zu legen. Ich gehe jedoch davon aus, dass sie zu Hause gewinnen wollen und müssen.“
Gegen den KSC könnte Suleiman Abdullahi dann endlich sein Punktspieldebüt im blau-gelben Trikot feiern. Nach langer Verletzungspause saß der Nigerianer gegen die Arminen zum ersten Mal auf der Bank. „Nachdem unsere medizinische Abteilung komplett grünes Licht gegeben hatte, wollte ich ihn schon mal an die Abläufe gewöhnen. Er ist einsatzbereit“, freut sich der Fußball-Lehrer über eine weitere personelle Alternative.
Unterdessen sorgte ausgerechnet Erzrivale Hannover 96 durch seinen 2:1-Erfolg beim VfB Stuttgart dafür, dass Eintracht die wiedergewonnene Tabellenführung nicht wieder an die Schwaben abgeben musste. Für Lieberknecht standen bei der Nachbetrachtung des Spitzenspiels allerdings andere Aspekte im Vordergrund: „Man konnte sehen, dass wir von den beiden etatstärksten Teams nicht weit weg sind und zurecht in diesen Tabellenregionen stehen. Auf die Tabellenführung schauen wir dabei nicht, wichtiger ist uns die Anzahl der Punkte.“
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